Sonderschulung

Für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, bei denen die Voraussetzungen für eine integrative Schulung nicht erfüllt sind, das heisst die Schulpflege den Entscheid für Sonderschulung fällt, stehen vom Kanton anerkannte, auf verschiedene Behinderungsarten spezialisierte Sonderschulen zur Verfügung.

Als Sonderschulen gelten Tagessonderschulen. Dazu gehören auch Sonderkindergärten und Sprachheilkindergärten, sowie stationäre Sonderschulen (Schulheime). Die anerkannten Sonderschulen sind Teil der Aargauer Volksschule und gehören zum öffentlichen Schulangebot.

Zuweisung

Über eine Zuweisung in eine Tagessonderschule entscheidet – nach vorgängiger Abklärung beim Schulpsychologischen Dienst, ob eine Behinderung vorliegt – immer die Schulpflege am Aufenthaltsort des Kindes beziehungsweise der/des Jugendlichen.

Bei einer Zuweisung in ein Schulheim entscheidet – wenn die Eltern einverstanden sind – die Schulpflege am zivilrechtlichen Wohnsitz.

Für Unterbringungen im Rahmen einer Kindesschutzmassnahme ist das Familiengericht (eine Abteilung der Bezirksgerichte) zuständige Behörde.

Anerkannte Aargauer Sonderschulen

Wenn im Kanton Aargau kein geeigneter Platz in einer Tagessonderschule oder in einem Schulheim zur Verfügung steht, kann die zuständige Behörde ein Kind beziehungsweise eine/-n Jugendliche/-n in eine ausserkantonale Sonderschule zuweisen. Voraussetzung ist, dass die Sonderschule gemäss Interkantonaler Vereinbarung für Soziale Einrichtungen (IVSE) anerkannt ist.

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