Ausserkantonaler Schulbesuch

Die Kosten für einen ausserkantonalen Schulbesuch sind grundsätzlich selber zu tragen. In Ausnahmefällen kann der Kanton Aargau Gelder für den Besuch eines ausserkantonalen Lehrgangs sprechen.

Allfälligen Kostengutsprachen basieren auf bilateralen Abkommen, dem Regionalen Schulabkommen (RSA) oder der Berufsfachschulvereinbarung (BFSV).

Kostengutsprache

Für eine Kostenübernahme ist es unabdingbar, dass neben den Aufnahmebedingungen des Schulortskantons auch jene des Kantons Aargau erfüllt sind.

Für Mittelschulen für Jugendliche und Erwachsene

Für folgende Lehrgänge können Gesuche um Kostengutsprache eingereicht werden:

  • Gymnasium
  • Fachmittelschule / Fachmaturität
  • Wirtschaftsmittelschule / Informatikmittelschule
  • Lehrgänge als Vorbereitung auf einen Hochschulstudiengang (Passerellenlehrgang, Vorbereitungskurs Pädagogik)
  • Maturitätslehrgang für Erwachsene

Kostengutsprache beantragen

Aargauer Jugendliche und Erwachsene, die eine ausserkantonalen Mittelschul-Lehrgang besuchen wollen, können vor der Anmeldung von der aufnahmebereiten Schule ein Gesuch um Kostengutsprache beantragen.

Voraussetzungen

Für eine Kostenübernahme ist es unabdingbar, dass neben den Aufnahmebedingungen des Schulortskantons auch jene des Kantons Aargau erfüllt sind. Dies gilt für sämtliche oben genannte Lehrgänge. Weiter ist mindestens eines der folgenden Kriterien zu erfüllen:

  • Vom Wohnort der Schülerin oder des Schülers ist das gewählte kantonale Bildungsangebot mit dem öffentlichen Verkehr nur unter hohem zeitlichem Aufwand zu erreichen.
  • Eine Schülerin oder ein Schüler möchte ein Bildungsangebot nutzen, das der Kanton Aargau nicht anbietet und für das Zahlungsbereitschaft besteht.
  • Ausserordentliche Umstände liegen vor.

Für eine Kostengutsprache für einen ausserkantonalen Besuch des Passerellenlehrgangs, des Vorbereitungskurses Pädagogik und des Maturitätslehrgangs für Erwachsene gelten die Bestimmungen des folgenden Merkblatts.

Ablauf

  • Schritt 1: Der Schüler / die Schülerin nimmt Kontakt mit der ausserkantonalen Schule auf und klärt deren Bereitschaft zur Aufnahme ab.
  • Schritt 2: Die aufnahmebereite Schule reicht ein schriftliches Gesuch mit Begründung und den weiter unten aufgeführten Unterlagen an das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS), Abteilung Berufsbildung und Mittelschule, Sektion Mittelschule, Bachstrasse 15, 5001 Aarau ein oder elektronisch an
  • Schritt 3: Die Sektion Mittelschule prüft das Gesuch auf Grundlage der bilateralen Abkommen, des RSA oder der BFSV.
  • Schritt 4: Das Departement BKS sendet die Antwort auf das Gesuch der aufnehmenden Schule, der zuständigen Person in der Bildungsverwaltung des Schulortskantons und dem Schüler / der Schülerin bzw. bei Unmündigkeit der Inhaberin / dem Inhaber der elterlichen Sorge zu.
  • Schritt 5: Im Falle einer Genehmigung des Gesuchs stellt die Schule dem Departement BKS Rechnung.

Benötigte Unterlagen

  • Gesuchsformular: In allen Fällen ist das vollständig ausgefüllte und unterzeichnete Gesuchsformular beizulegen.
  • Personalienblatt: Für Studierende, die ausserkantonal einen Lehrgang als Vorbereitung auf einen Hochschulstudiengang (wie Passerellenlehrgang und Vorbereitungskurs Pädagogik) oder eine Maturitätsschule für Erwachsene besuchen möchten, ist das ausgefüllte und unterzeichnete Personalienblatt zur Bestimmung des zahlungspflichtigen Kantons beizulegen.
  • Zeugnis: Gesuchen um Kostengutsprache für eine ausserkantonale Mittelschule ist das Notenblatt für die Anmeldung an die Mittelschulen der Bezirks- oder Sekundarschule beizulegen. Von Schülerinnen und Schüler, die die Aargauer Aufnahmeprüfung an eine Mittelschule bestanden haben, ist eine diesbezügliche Bestätigung mitzusenden.
  • Wohnsitzbestätigung: Bei unmündigen Auszubildenden ist eine Wohnsitzbestätigung der Eltern (bzw. der gesetzlichen Vertretung) unter namentlicher Erwähnung des Kindes beizulegen. Bei mündigen Auszubildenden ist eine Wohnsitzbestätigung gemäss den Vorgaben des Personalienblatts zur Bestimmung des zahlungspflichtigen Kantons beizulegen.
  • Ausserordentliche Umstände müssen ausführlich dokumentiert werden, z.B. durch Arztzeugnisse oder ähnliches.

Fristen & Termine

Die Gesuchsstellung erfolgt optimalerweise zu Beginn des letzten Semesters vor dem geplanten Eintritt in den Lehrgang. Bei Beginn des Lehrgangs im Herbstsemester muss das Gesuch bis spätestens am 30. April im Departement BKS eingereicht werden, bei Beginn im Frühlingssemester bis am 30. Oktober.

Kosten

Kosten für Schulmaterialien, Reisespesen und dergleichen sind nicht Teil der Kostengutsprache und gehen deshalb zu Lasten des / der Auszubildenden bzw. der unterhaltspflichtigen Personen. Bei ausserkantonalen Angeboten, die den Besuch einer Hochschule vorbereiten, oder beim Besuch einer Maturitätsschule für Erwachsene können zusätzlich persönliche Schulgelder anfallen, die ebenso durch die Studierende / den Studierenden bzw. der unterhaltspflichtigen Personen zu übernehmen sind.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Hinweis

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Rechtliche Grundlagen

Gesuche von Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler sind der Sektion Sport zukommen zu lassen.

Im Fricktal wohnhafte Schülerinnen und Schüler, die eine Mittelschule in Basel-Stadt oder Basel-Landschaft besuchen möchten, müssen keine Kostengutsprache beantragen.

Für Berufsmaturitätslehrgang für Erwachsene

Beim Besuch eines ausserkantonalen Berufsmaturitätslehrgangs für Erwachsene (BM II) ist das Gesuch um Kostengutsprache BM II einzureichen.