Schulische Bildung

Die schulische Bildung ist neben der betrieblichen Bildung der zweite Pfeiler der beruflichen Grundbildung.

Sie besteht aus berufsspezifischer Fachbildung, allgemeinbildendem Unterricht, Sport sowie Frei- und Stützkursen. Sie findet tageweise und über die gesamte Dauer der beruflichen Grundbildung statt.

Die schulische Bildung wird an den Berufsfachschulen absolviert. Die Zuteilung an eine Berufsfachschule hängt vom ausgewählten Beruf ab. Die Berufsfachschulen bieten im Bereich der zweijährigen Ausbildungen mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) auch Fachkundige individuelle Begleitung (FiB).

Prüfungen

Im schulischen Unterricht werden Erfahrungsnoten generiert, die für das Qualifikationsverfahren (Abschlussprüfungen) relevant sind.

Für die schulischen Prüfungen an einer Berufsfachschule respektive Berufsmaturitätsschule kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden. Für diesen muss das Antragsformular bis zum letzten Tag vor den Herbstferien bei der jeweiligen Schulleitung eingereicht werden. Die Schulleitung trifft mit der betroffenen Person eine Vereinbarung. Kommt keine Vereinbarung zustande, fällt die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Departements BKS einen Entscheid.

Nachteilsausgleich für Berufsfachschule / Berufsmaturitätsschule beantragen

Für die schulischen Prüfungen an einer Berufsfachschule oder Berufsmaturitätsschule können Lernende und Schüler/-innen einen Nachteilsausgleich beantragen. Diese Massnahmen zur Kompensation behinderungsbedingter Nachteile können nur von Personen mit ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesenen Behinderungen beantragt werden.

Voraussetzungen

  • Die Behinderung muss ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesen werden.
  • Dazu braucht es ein aktuelles Gutachten oder Arztzeugnis einer ärztlichen oder fachpsychologischen Person, das nicht älter als drei Jahre ist.

Ablauf

  • Schritt 1: Die betroffene Person stellt zu Beginn des Schuljahres mit untenstehendem Formular einen Antrag um Nachteilsausgleich in der Berufsfachschule respektive Berufsmaturitätsschule. Der Antrag muss eine Begründung über die Art und den Umfang des Nachteilsausgleichs enthalten. Die beantragten Massnahmen sind möglichst konkret und detailliert zu beschreiben (betroffene Fächer, Hilfsmittel, Zeitzuschlag, etc.). Dem Antrag muss ein aktuelles Gutachten oder Arztzeugnis (nicht älter als drei Jahre) einer ärztlichen oder fachpsychologischen Person beigelegt werden. In diesem Gutachten müssen die beeinträchtigenden Auswirkungen der Behinderung auf die Prüfungssituationen nachgewiesen werden. Der vollständige Antrag wird bei der Schulleitung eingereicht.
  • Schritt 2: Die Schulleitung trifft mit der antragstellenden Person eine Vereinbarung und informiert sie über das weitere Vorgehen.
  • Schritt 3: Kommt zwischen der antragstellenden Person und der Schulleitung keine Vereinbarung zustande, fällt die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule einen Entscheid.

Benötigte Unterlagen

  • Aktuelles Gutachten oder Arztzeugnis (nicht älter als drei Jahre) einer ärztlichen oder fachpsychologischen Person.
  • Weitere für die Beurteilung des Antrags wichtige Unterlagen, falls vorhanden, sind dem Antrag beizulegen. Zum Beispiel: Zeugnisse, Bestätigungen von Fördermassnahmen etc.

Fristen & Termine

Das Antragsformular um Nachteilsausgleich muss bis zum letzten Tag vor den Herbstferien eingereicht werden. Tritt eine Behinderung erst später auf oder wird sie später diagnostiziert, muss der Antrag unmittelbar nach erfolgter Diagnose eingereicht werden.

Kosten

Für die Einreichung des Antrags werden keine Gebühren erhoben. Der gesuchstellenden Person können für die ärztliche oder fachpsychologische Abklärung Kosten anfallen.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Antragsformular um Nachteilsausgleich für die Berufsfachschule und die Berufsmaturitätsschule (PDF, 2 Seiten, 137 KB)

Hinweis

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Rechtliche Grundlagen