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Nachteilsausgleich für Personen mit Behinderung

Unter dem Begriff 'Nachteilsausgleich für Personen mit Behinderung' werden spezifische Massnahmen verstanden, die zum Ziel haben, behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen. Dabei werden formale Anpassungen gewährt. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um eine Lernzielbefreiung oder Prüfungserleichterung, sondern um die Kompensation behinderungsbedingter Nachteile.

Personen mit ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesenen Behinderungen haben Anspruch auf einen angemessenen Nachteilsausgleich im Unterricht der Berufsfachschule respektive Berufsmaturitätsschule , in den überbetrieblichen Kursen – falls diese sich über die Erfahrungsnoten auf das Qualifikationsverfahren auswirken – sowie für das Qualifikationsverfahren und für die Aufnahme- und Abschlussprüfungen der Berufsmaturität. Die benötigten Nachweise sind rechtzeitig vor Inanspruchnahme des Nachteilsausgleichs im Hinblick auf Promotionsentscheide und Prüfungen zu erbringen.

Merkblatt Nachteilsausgleich für Personen in der beruflichen Grundbildung und der Berufsmaturität (PDF, 3 Seiten, 38 KB)

Nachteilsausgleich für Qualifikationsverfahren, Aufnahme- und Abschlussprüfung der Berufsmaturität sowie überbetriebliche Kurse (üK) beantragen

Für das Qualifikationsverfahren, die Aufnahme- und Abschlussprüfungen der Berufsmaturität sowie die überbetrieblichen Kurse (üK) können Lernende einen Nachteilsausgleich beantragen. Diese Massnahmen zur Kompensation behinderungsbedingter Nachteile können nur von Personen mit ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesenen Behinderungen beantragt werden.

Voraussetzungen

  • Die Behinderung muss ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesen werden.
  • Dazu braucht es ein aktuelles Gutachten oder Arztzeugnis einer ärztlichen oder fachpsychologischen Person, das nicht älter als drei Jahre ist.
  • Ein Nachteilsausgleich für überbetriebliche Kurse (üK) kann nur beantragt werden, wenn in den üK Erfahrungsnoten für das Qualifikationsverfahren generiert werden.

Ablauf

  • Schritt 1: Die betroffene Person reicht das untenstehende Gesuchsformular bei der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule ein. Die beantragten Massnahmen sind möglichst konkret und detailliert zu beschreiben (betroffene Fächer, Hilfsmittel, Zeitzuschlag, etc.).
  • Schritt 2: Die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule prüft das Gesuch und fällt einen Entscheid über die Art und den Umfang des Nachteilsausgleichs.

Benötigte Unterlagen

  • Aktuelles Gutachten oder Arztzeugnis (nicht älter als drei Jahre) einer ärztlichen oder fachpsychologischen Person.
  • Falls vorhanden: Weitere für die Beurteilung des Gesuchs wichtige Unterlagen. Zum Beispiel: Zeugnisse, Bestätigungen von Fördermassnahmen etc.

Fristen & Termine

Nachteilsausgleich für Qualifikationsverfahren sowie Aufnahme- und Abschlussprüfungen BM

  • Gesuch um Nachteilsausgleich für das Qualifikationsverfahren und die Aufnahme- und Abschlussprüfungen der Berufsmaturität: Das Gesuch ist bis zum 31. Dezember vor der regulären Prüfungssession einzureichen.
  • Findet das Qualifikationsverfahren oder die Abschlussprüfung der Berufsmaturität zum Beispiel im Sommer 2020 statt, ist das Gesuch bis zum 31. Dezember 2019 einzureichen.

Nachteilsausgleich überbetriebliche Kurse

  • Gesuch um Nachteilsausgleich für überbetriebliche Kurse (üK): Das Gesuch ist sofort nach der Zuteilung an die üK-Organisation einzureichen. Tritt eine Behinderung erst im Verlauf der Ausbildung auf oder wird später diagnostiziert, muss das Gesuch direkt nach der Diagnose eingereicht werden.

Kosten

Für die Einreichung des Gesuchs werden keine Gebühren erhoben. Der gesuchstellenden Person können für die ärztliche oder fachpsychologische Abklärung Kosten anfallen.

Formulare & Online-Dienstleistungen

Mit dem Formular kann man einen Nachteilsausgleich für Qualifikationsverfahren, Aufnahme- und Abschlussprüfung der Berufsmaturität sowie überbetriebliche Kurse (üK) beantragen. Bitte beachten Sie für das korrekte Ausfüllen die Informationen oben auf dieser Seite unter "Ablauf" sowie die Instruktionen im Formular.

Mit diesem Online-Formular erhalten Sie ein zu den gängigsten Browsern kompatibles Formular. Es lässt sich online ausfüllen und ausdrucken, jedoch nicht speichern.

Rechtliche Grundlagen