11. Tag der Berufsbildung mit Radio Argovia

Am Mittwoch, 11. Mai 2016 fand im Kanton Aargau zum 11. Mal der Tag der Berufsbildung mit Radio Argovia statt. Dieses Jahr wurde die "Zweite Karriere" oder wie Erwachsene einen Berufsabschluss erwerben können, thematisiert.

In 20 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein stand am 11. Mai 2016 auf 27 Regionalradios die Berufsbildung im Fokus. Im Kanton Aargau wurden dieses Jahr im Rahmen des 8. Interkantonalen Tags der Berufsbildung die Möglichkeiten der "Zweiten Karriere" oder wie Erwachsene einen Berufsabschluss erwerben können, thematisiert.

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Berufsabschluss als Erwachsene

Am Tag der Berufsbildung auf Radio Argovia wurden konkrete Beispiele präsentiert, wie auch Erwachsene noch einen Berufsabschluss erlangen können. Denn ein Berufsabschluss eröffnet eine Vielzahl von Perspektiven und Karrieremöglichkeiten und verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Weiter wurden Personen aus verschiedenen Branchen und Berufen porträtiert, die im fortgeschrittenen Alter aktuell einen Berufsabschluss anstreben oder schon erreicht haben.

Wege zum Berufsabschluss für Erwachsene

Zweiter Bildungsweg

Nachholbildung nach Art. 32

Für jeden Beruf ist es – mit entsprechender mehrjähriger Praxis – möglich, den Berufsabschluss nachträglich zu erwerben. Sie müssen sich die berufskundlichen und – falls nicht schon in einer ersten Grundbildung erworben – die allgemeinbildenden Kenntnisse der Grundbildung aneignen.

Es ist Ihnen überlassen, auf welchem Weg Sie sich auf das Qualifikationsverfahren (früher Lehrabschlussprüfung) vorbereiten. Für einzelne Berufe gibt es Vorbereitungslehrgänge speziell für Erwachsene. Oder Sie besuchen gemeinsam mit den Lernenden die Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse.

Sie legen die gleichen Prüfungen ab wie die Lernenden mit Lehrvertrag. Die Prüfungen umfassen alle Fächer des ordentlichen Qualifikationsverfahrens gemäss Prüfungsreglement inklusive Allgemeinbildung (früher Lehrabschlussprüfung).

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) bzw. das eidgenössische Berufsattest (EBA).

Weitere Informationen

Radio Argovia Beiträge

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Für genauere Informationen erkundigen Sie sich bitte bei den Fachleuten des Eingangsportals der Berufs- und Laufbahnberatung Ihres Wohnkantons: Kontaktseite (öffnet in einem neuen Fenster)

Mit einem Lehrvertrag

Mit einem Lehrvertrag und eventuell mit einer individuellen Verkürzung

Wie auch auf dem zweiten Bildungsweg ist es auch möglich, jeden Berufsabschluss mit einer regulären Lehre mit Lehrvertrag zu erreichen.

Hierfür schliessen Sie mit einem Ausbildungsbetrieb (ev. Ihr Arbeitgeber) einen Lehrvertrag ab. Sie sind nun zum Besuch des regulären (kostenlosen) Unterrichts an den Berufsfachschulen und dem Besuch der überbetrieblichen Kurse verpflichtet. Am Ende der Lehrzeit müssen Sie das Qualifikationsverfahren (früher Lehrabschlussprüfung) bestehen.

Bei einem Lehrvertrag ist die Entschädigung (Lehrlingslohn) Verhandlungssache. Mit einem Lehrvertrag übernimmt der Lehrbetrieb (Arbeitgeber) auch die Pflichten von diesem – Ausbildungspflicht, Kostenübernahme von überbetrieblichen Kursen und dem Qualifikationsverfahren sowie Zeit für den Besuch der Berufsfachschule.

Wer bereits eine Lehre abgeschlossen hat, kann für die Ausbildung in einem weiteren Beruf eine individuelle Verkürzung von in der Regel einem Jahr erhalten.

Wenn Sie bereits eine berufliche Grundbildung (EFZ) absolviert haben, dann müssen Sie in der Regel den Allgemeinbildenden Unterricht an der Berufsfachschule nicht mehr besuchen.

Weitere Informationen

Radio Argovia Beiträge

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Validierung

Validierung nach Art. 31

Sie haben während mindestens fünf Jahren Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt. Ohne entsprechende Lehre sind Sie vor einiger Zeit in ein neues Berufsfeld eingestiegen und haben sich gute Kenntnisse und Fähigkeiten im neuen Gebiet angeeignet.

Ihnen fehlt jedoch der anerkannte Berufsabschluss. Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) ist ein sicherer Wert in einer Arbeitswelt, die sich rasch verändert.

Im Validierungsverfahren belegen Sie, was Sie wissen und können. Sie dokumentieren diese Kompetenzen in einem Dossier. Fachexpertinnen und -experten prüfen Ihr Dossier und vergleichen es mit dem Kompetenzprofil des angestrebten Berufsabschlusses. Dort, wo Ihre bereits erworbenen Kompetenzen den Anforderungen des gewünschten Berufsabschlusses genügen, werden diese angerechnet. Wenn noch Lücken bestehen, holen Sie die ergänzende Bildung in Modulen an ausgesuchten Berufsfachschulen oder durch spezielle Praxis nach. Sobald Sie nachweisen können, dass sie alle Anforderungen des Berufes erfüllen, erhalten Sie das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ).

Zurzeit steht dieser Weg für folgende Berufe offen:

  • Assistent/-in Gesundheit & Soziales EBA
  • Detailhandelsfachfrau/-mann EFZ (Branchen Textil, Nahrungs- und Genussmittel oder Consumer Electronics)
  • Fachfrau/-mann Betreuung EFZ
  • Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ
  • Fachfrau/-mann Hauswirtschaft EFZ
  • Informatiker/-in EFZ
  • Kauffrau/-mann Profil B und E EFZ
  • Koch/Köchin EFZ
  • Logistiker/-in EFZ
  • Maurer/-in EFZ
  • Produktionsmechaniker/-in EFZ
  • Restaurationsfachmann/-frau EFZ

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