Berufsmaturität für Erwachsene

Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder einem gleichwertigen Berufsabschluss können die Berufsmaturität in einem ein- oder zweijährigen Voll- oder Teilzeitlehrgang erwerben.

Die Berufsmaturität nach der Lehre ist ein Angebot der beruflichen Grundbildung, weshalb das Schulgeld von den Kantonen übernommen wird. Zahlungspflichtig ist dabei der Kanton, in dem der stipendienrechtliche Wohnsitz der Studierenden liegt. In der Regel wird der Berufsmaturitätsunterricht im zahlungspflichtigen Kanton besucht. Der zahlungspflichtige Kanton wird mittels des Formulars "Bestimmung zahlungspflichtiger Kanton" bestimmt. Der zahlungspflichtige Kanton muss rechtzeitig vor Ausbildungsbeginn ermittelt werden, damit bei Bedarf noch eine Kostengutsprache beim zahlungspflichtigen Kanton eingeholt werden kann.

Interessentinnen und Interessenten mit stipendienrechtlichem Wohnsitz im Kanton Aargau, die den Berufsmaturitätsunterricht in einem anderen Kanton besuchen wollen, müssen ein Gesuch um Kostengutsprache stellen.

Die Aufnahmebedingungen für den Besuch eines Berufsmaturitätslehrgangs nach der beruflichen Grundbildung unterscheiden sich nach Ausrichtung des Lehrgangs.

Aufnahmebedingungen

In einen Berufsmaturitätslehrgang der Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen für gelernte Berufsleute wird grundsätzlich aufgenommen, wer über einen gültigen Berufsabschluss verfügt und die Aufnahmeprüfung der Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen besteht.

In den Berufsmaturitätslehrgang Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen Typ Wirtschaft wird zudem prüfungsfrei aufgenommen, wer über einen Abschluss als Kaufmann/Kauffrau EFZ E-Profil mit einer schulischen Gesamtnote von mindestens 4,7 verfügt oder im Zeugnis für das 5. Semester einen Notendurchschnitt von mindestens 4,7 aus den Fächern Wirtschaft und Gesellschaft (Gewichtung 2/5), Deutsch (1/5), Französisch (1/5) und Englisch (1/5) erzielt hat.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt direkt bei den Berufsmaturitätsschulen.

Für die definitive Aufnahme ist der Nachweis des stipendienrechtlichen Wohnsitzes im Kanton Aargau oder falls dies nicht zutrifft eine Kostengutsprache des zahlungspflichtigen Kantons notwendig. Mit dem Formular "Bestimmung zahlungspflichtiger Kanton Berufsmaturität nach der Lehre (BM II)" kann der zahlungspflichtige Kanton ermittelt werden. Das ausgefüllte Formular ist zusammen mit den erforderlichen Beilagen direkt den Berufsmaturitätsschulen einzureichen.

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Mit der alternativen Nutzung des Online-Formulars erhalten Sie ein zu den gängigsten Browsern kompatibles Formular. Es lässt sich online ausfüllen und ausdrucken, jedoch nicht speichern.

Aufnahmeprüfung

Für die Zulassung zum Berufsmaturitätslehrgang Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen werden die folgenden Fächer schriftlich geprüft: Deutsch (90 Minuten), Französisch (60 Minuten), Englisch (60 Minuten), Finanz- und Rechnungswesen (120 Minuten). Der Durchschnitt der Noten in Englisch und Französisch ergibt die Fremdsprachennote. Die Noten in sämtlichen Fächern und die Fachnote Fremdsprachen werden auf eine halbe Note gerundet.

Die Aufnahmeprüfung gilt als bestanden, wenn der Durchschnitt der Fachnote Fremdsprachen und den Fachnoten Deutsch und Finanz-und Rechnungswesen wenigstens 4,0 beträgt und nicht mehr als eine Fachnote unter 4 erzielt wurde. Der Durchschnitt der drei Fachnoten wird auf eine Dezimalstelle gerundet.

Die Aufnahmeprüfungen werden durch die Berufsfachschulen organisiert. Informationen zu Anmeldung, Fristen, Zeit und Ort der Prüfungsablegung sowie Vorbereitung erteilen den anbietenden Berufsfachschulen.

Personen mit ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesenen Behinderungen haben Anrecht auf einen Nachteilsausgleich. Nachteilsausgleiche für die Aufnahmeprüfungen der Berufsmaturität müssen bei der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule beantragt werden.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfungen der Berufsmaturität stehen unter der Leitung der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule. Sie werden durch die Berufsmaturitätsschulen durchgeführt.

Personen mit ärztlich oder fachpsychologisch nachgewiesenen Behinderungen haben Anrecht auf einen Nachteilsausgleich. Nachteilsausgleiche für die Abschlussprüfungen der Berufsmaturität müssen bei der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule beantragt werden.