Navigation

Sprunglinks

zurück

Kanton Aargau erhält maximale Gewinnausschüttung von der SNB

Der Regierungsrat des Kantons Aargau nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) aufgrund des erwarteten Jahresgewinns von 26 Milliarden Franken eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 6 Milliarden Franken vor-nehmen kann. Der Kanton Aargau erhält damit voraus-sichtlich 319 Millionen Franken.

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die SNB einen hohen provisorischen Jahresgewinn von rund 26 Milliarden Franken. Die Höhe der Ausschüttungsreserve erlaubt gemäss der geltenden Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB eine maximale Ausschüttung an den Bund und die Kantone von 6 Milliarden Franken. Der Kanton Aargau erhält damit zu Gunsten der Jahresrechnung 2022 einen Betrag von rund 319 Millionen Franken. Im Budget 2022 war bereits eine vierfache Ausschüttung von 212 Millionen Franken berücksichtigt.

Finanzdirektor erfreut, aber nicht ganz überrascht

Im Rahmen der Beratung des Aufgaben- und Finanzplans (AFP) 2022-2025 mit dem Budget 2022 hat Finanzdirektor Dr. Markus Dieth bereits im Herbst 2021 darauf hingewiesen, dass aufgrund der Quartalsergebnisse berechtigte Hoffnungen auf eine höhere Ausschüttung bestehen. Die zusätzliche Ausschüttung wird das Ergebnis der Jahresrechnung 2022 des Kantons um 107 Millionen Franken verbessern. Das vom Grossen Rat im November 2021 beschlossene Budget 2022 geht von einem Defizit von 42 Millionen Franken aus. Für den Budgetausgleich wurde deshalb eine Entnahme aus der Ausgleichsreserve in diesem Umfang budgetiert. Mit der Zusatzausschüttung der SNB wird diese Entnahme voraussichtlich nicht benötigt. Die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie sind aber noch nicht absehbar.

Wichtige Mittel für Bewältigung der COVID-Pandemie

Es ist zu berücksichtigen, dass weitere Faktoren die Rechnung 2022 positiv oder negativ beeinflussen können. So sind zum Beispiel mit Blick auf die anhaltende Covid-19-Pandemie noch keine finanzielle Mittel für die Verlängerung der Härtefallmassnahmen für die Wirtschaft oder die Entschädigung der Vorhalteleistungen der Spitäler budgetiert. Regierungsrat und Finanzdirektor Markus Dieth sagt: "Die zusätzliche Ausschüttung verschafft uns einen finanzpolitischen Handlungsspielraum, vor allem auch zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie."

Auch 2023 vorsichtig und realistisch budgetiert

Für das Jahr 2023 ist im AFP erneut eine vierfache Ausschüttung eingeplant. Dazu der Finanzdirektor: "Wir budgetieren die SNB-Ausschüttungen für den Kanton Aargau weiterhin vorsichtig und gleichzeitig so realistisch wie möglich." Mit der Erstellung des AFP 2023–2026 im nächsten Sommer wird der Regierungsrat die Annahmen überprüfen und aufgrund der dann vorliegenden Erkenntnisse aktualisieren.

  • Departement Finanzen und Ressourcen
zurück