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Häufung von Tierschutzfällen bei Haustieren

Beim Veterinärdienst im Amt für Verbraucherschutz (AVS) gingen im Jahr 2021 bisher vermehrt Tierschutzmeldungen zu Hunden ein. Bei den Nutztieren war ein korrekter Witterungsschutz das Hauptthema.

Der Veterinärdienst verzeichnet im laufenden Jahr eine Häufung von Tierschutzmeldungen, die höchstwahrscheinlich mit der Zunahme der Tierhaltungen während der Covid-19-Pandemie in Zusammenhang steht. Viele Personen haben sich während der Pandemie Haustiere, insbesondere Hunde, angeschafft, ohne sich dabei ausreichend Gedanken über eine langfristig tiergerechte Haltung zu machen. So sind viele Hundewelpen isoliert und ohne Hundeschule aufgewachsen und haben zum Beispiel durch das Arbeiten im Homeoffice der Halter nicht gelernt, alleine zu sein. Die betroffenen Halter haben sich oftmals zu wenig Gedanken über die Betreuung des Hundes nach Beendigung des Homeoffice gemacht. Dies führt nun nicht nur zu mehr Tierschutzfällen, sondern auch zu mehr Meldungen zu auffälligen und unerzogenen Hunden. Der Veterinärdienst überprüft bei Meldungen die Tierhaltung vor Ort und ordnet bei Verstössen gegen die Tierschutzgesetzgebung Korrekturmassnahmen an. In schwerwiegenden Fällen sind Beschlagnahmungen oder Tierhalteverbote die Folge.

Die Nachfrage nach Hunden ist nach wie vor sehr gross und kann nicht mit inländischen Tieren gedeckt werden. Dies führt zu einer starken Zunahme der Importhunde und vermehrt zu Meldungen über illegale Importe, weil sich die Tierhalter nicht genügend über die Importvorschriften informieren. Auch hier drohen bei Nichtbeachtung der Vorschriften Konsequenzen, die bis zu Verzeigung des Halters und Beschlagnahmung des Tieres gehen können.

Ein Hundekauf sollte kein Spontanentscheid sein. Sowohl über die Herkunft als auch über die Bedürfnisse der Tiere sollte sich ein Tierhalter vor der Anschaffung ausgiebig informieren; ebenso ist die Betreuung zu organisieren sowie für einen Platz in einer Hundeschule zu sorgen.

Schutz von Nutztieren im Freien im Fokus

Die Anzahl Tierschutzmeldungen im Nutztierbereich blieb gegenüber 2020 weitgehend konstant. Die Meldungen betrafen vor allem Schafe und Rinder, die permanent im Freien gehalten werden. Dabei wurden nicht vorhandener Schatten oder Witterungsschutz sowie fehlendes Wasser gemeldet.

Die im Jahr 2020 aufgenommenen intensiveren Kontrollen sowie die Überprüfung der Umsetzung der angeordneten Massnahmen wurden auch 2021 fortgeführt. Der Veterinärdienst hat seit Beginn des Jahres drei Tierhalteverbote ausgesprochen. Der Veterinärdienst kontrollierte vermehrt unangemeldet auch sogenannte Hobby-Betriebe ohne Direktzahlungen. Insgesamt konnte diesen Betrieben betreffend Einhaltung der Tierschutzvorschriften ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Mängel wurden vor allem im Zusammenhang mit der Markierung und Registrierung der Tiere festgestellt.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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