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Kanton Aargau nimmt zum ersten Mal an BMI-Monitoring teil

Aargauer Schulkinder liegen im Durchschnitt

Der Kanton Aargau hat zum ersten Mal am vergleichenden Monitoring des Body Mass Index (BMI) teilgenommen. Gesundheitsförderung Schweiz führte das Monitoring, an dem neun Kantone und vier Städte beteiligt sind, nun zum vierten Mal seit 2010 durch. Der Anteil übergewichtiger Schulkinder liegt im Kanton Aargau auf der Grundstufe bei 13,4 Prozent und auf der Oberstufe bei 22,4 Prozent.

Die Daten aus dem Kanton Aargau zeigen, dass der Anteil an Kindern, die übergewichtig oder adipös sind, im Durchschnitt liegt. Auf der Grundstufe liegen die Werte bei 13,4 Prozent und auf der Oberstufe bei 22,4 Prozent. Der Durchschnitt aller teilnehmenden Kantone und Städte liegt bei 12,4 Prozent auf der Grundstufe, respektive 21,4 Prozent auf der Oberstufe.

Obwohl der Kanton Aargau gemäss Studie als ländlich eingestuft wurde, liegen die kantonalen Zahlen näher an jenen der städtischen Kantone. Diese weisen vor allem auf der Oberstufe etwas höhere Zahlen auf als die ländlichen Kantone.

Die Daten im Kanton Aargau stammen aus den Schulärztlichen Untersuchungen der Jahre 2018/2019 und beinhalten Angaben einer repräsentativen Stichprobe von 3'894 Schülerinnen und Schüler. Da im Kanton Aargau die Daten zur Nationalität und sozialen Herkunft nicht erfasst werden, lassen sich über diese Zusammenhänge keine Rückschlüsse ziehen.

Wie die Zahlen der vorliegenden Studie zeigen, besteht für den Kanton Aargau nach wie vor Handlungsbedarf. Der Regierungsrat hat das Schwerpunktprogramm "Bewegung und Ernährung" im Jahr 2020 um weitere vier Jahre von 2021–2024 verlängert. Der Kanton Aargau unterstützt über das Schwerpunktprogramm "Bewegung und Ernährung" seit 2007 verschiedene Massnahmen, die Bewegung und eine ausgewogene Ernährung bei Kindern und Jugendlichen fördern. Dazu gehören Projekte wie Fourchette verte, Purzelbaum oder offene Turnhallen für Kinder und Jugendliche. Dabei arbeitet das Programm vorwiegend mit Fachpersonen wie Mütter- und Väterberaterinnen, Hebammen oder Ärztinnen und Ärzten sowie Fachorganisationen wie Caritas Aargau/Solothurn, der Stiftung IdéeSport oder Pro Velo Schweiz zusammen, die Projekte und Angebote in Schulen, Kindertagesstätten, Spielgruppen, Gemeinden oder Freizeiteinrichtungen umsetzen. Ein ebenso zentrales Element ist die Vernetzung und Unterstützung von Fachpersonen, die Familien in Fragen zu Ernährung und Bewegung beraten und begleiten.

Vierte Studie von Gesundheitsförderung Schweiz

17,2 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in der Schweiz sind übergewichtig. Das zeigt eine Studie von Gesundheitsförderung Schweiz, welche den BMI von 29'000 Schulkindern aus neun Kantonen und vier Städten ausgewertet hat. Insgesamt ist der Anteil übergewichtiger Kinder seit 10 Jahren leicht rückläufig. Auf der Sekundarstufe I verharrt der Anteil der Übergewichtigen allerdings auf hohem Niveau. Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind stärker davon betroffen. Die Unterschiede zwischen ländlichen und urbanen Regionen haben sich etwas verringert. Gesundheitsförderung Schweiz hat die das vergleichende Monitoring nach 2010, 2013 und 2017 nun zum vierten Mal durchgeführt. Rund 11 Prozent aller in der Schweiz lebenden Kinder der entsprechenden Altersgruppen sind in der Studie vertreten.

Weitere Informationen: gesundheitsfoerderung.ch (öffnet in einem neuen Fenster) > Über uns > Medien > Medienmitteilungen (öffnet in einem neuen Fenster)

Was bedeutet "BMI"?

Der Body-Mass-Index (BMI) zeigt in Form einer Kennzahl das Verhältnis von Körpergewicht und Körpergrösse auf und kann bei der Einschätzung des eigenen Gewichts helfen. Daraus kann abgeleitet werden, ob ein Normal-, Über- oder Untergewicht besteht. Der BMI ist ein ungefährer Richtwert betreffend das Idealgewicht. Körperbau, Knochendichte oder auch das Verhältnis von Fett- zu Muskelgewebe fliessen aber nicht in den Wert ein. Diese Faktoren können die Aussagekraft des BMI mindern (z. B. Ausdauersportler oder Bodybuilder).

  • Departement Gesundheit und Soziales
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