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Bauarbeiten für Auenrenaturierung "Meieried" bei Mellikon starten Mitte September

Arbeiten dauern knapp ein Jahr

Das "Meieried" bei Mellikon ist schon seit 2001 im kanto-nalen Richtplan als Teil des Auenschutzparks Aargau festgesetzt – jetzt wird die Renaturierung umgesetzt. Die Bauarbeiten starten Mitte September 2021 und dauern knapp ein Jahr. Mit dem Projekt werden unter anderem ein rund 300 Meter langer, rückspringender Altarm in Kombination mit kleinen Buchten entlang des Rheins sowie weitere auentypische Lebensräume erstellt.

Anfang 1990er-Jahre verstärkten Bund und Kantone die Anstrengungen für eine ökologische Aufwertung des Hochrheins. Im Rahmen des Aktionsprogramms "Rhein 2000" der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR) schlug der Bund zwölf Projekte für die Renaturierung des Hochrheins vor. Die Intention war, zur Umsetzung der anspruchsvollen Ziele von "Rhein 2000" – der Rhein als Lebensraum für den Lachs sowie die Erhöhung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – einen konkreten Impuls zu geben. Auf Schweizer Seite sind die Gegebenheiten aus rein topographischen Gründen sehr eingeschränkt. Das "Meieried" bei Mellikon ist eine der wenigen, überhaupt möglichen Renaturierungsflächen. Zudem stehen diese Parzellen bereits in Besitz des Kantons Aargau. Aus diesen Gründen ist das "Meieried" im kantonalen Richtplan seit 2001 als Teil des Auenschutzparks Aargau festgesetzt – nun wird die Auenrenaturierung "Meieried" umgesetzt.

Altarm entlang des Rheins

Das Projekt betrifft eine Fläche von rund vier Hektaren auf einer Länge von etwa 650 Metern gleich beim Schwimmbad Mellikon. Auf den zwei zur Verfügung stehenden Staatsparzellen wird ein rund 300 Meter langer, rückspringender Altarm in Kombination mit kleinen Buchten entlang des Rheins erstellt. Verschiedene weitere auentypische Lebensräume für Amphibien, Fische, Vögel und Insekten, sowie Ruderal- und Verlandungsvegetation ergänzen das Lebensraumangebot. Das geplante Gewässer mit den Ruderalflächen hat am Rheinufer eine wichtige Trittsteinfunktion als Ersatz- und Durchgangslebensraum für heute ungenügend vernetzte und auf solche Standorte angewiesene Tier- und Pflanzenarten. Zwischen Eglisau und Rietheim herrscht ein grosser Mangel an solchen Standorten entlang des Rheins.

Mit der Verlegung des Rheinuferwegs an die Böschungskante des neuen Altarms und dem Abbruch des Militärbunkers werden der notwendige Platz für Aufwertungsmassnahmen und ein Bereich geschaffen, in dem sich Pflanzen und Tiere ungestört entfalten können. Zusätzlich werden eine attraktive Aussichtsplattform und direkt beim Schwimmbad Mellikon ein Rastplatz mit Feuerstelle erstellt.

Arbeiten dauern knapp ein Jahr

Die Bauarbeiten unter der Federführung der Abteilung Landschaft und Gewässer des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) beginnen Mitte September 2021 und werden knapp ein Jahr dauern. Während den Bauarbeiten ist der Parkplatz an der Kraftwerkstrasse nicht benutzbar. Wander- und Velowege müssen aufgrund der Bauarbeiten zeitweise umgelegt werden, um die Sicherheit permanent zu gewährleisten. Das BVU bittet um Verständnis.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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