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120 Meter lange Stahlbrücke soll Neuenhof und Wettingen verbinden

Tessiner Ingenieurbüro gewinnt Projektwettbewerb für Limmatsteg Chlosterschür

Eine neue Brücke soll den Fuss- und Veloverkehr zwischen Neuenhof und Wettingen verbinden. Eine Jury unter der Leitung des Departement Bau, Verkehr und Umwelt entschied sich für eine 120 Meter lange Stahlbrücke des Tessiner Ingenieurbüro Ingegneri Pedrazzini Guidotti Sagl. Der Limmatsteg wird Teil der kantonalen Radroute Sulperg-Rüsler und des von der Regionale 2025 nominierten Projekts Korridor Sulperg-Rüsler. Der Baubeginn ist frühestens 2025.

Für den Bau eines Limmatstegs als Fuss- und Veloverbindung im Bereich der Landschaftsspange Sulperg-Rüsler hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt einen Projektwettbewerb (Objekt B-8060, Limmatsteg Chlosterschür) initiiert. Der Limmatsteg soll das Neuenhofer und das Würenloser Limmatufer verbinden. Die Landschaftsspange soll als Naherholungs- und Landwirtschaftsraum aufgewertet und mit einem durchgehenden talquerenden Weg erlebbar gemacht werden. Unter sechs Eingaben hat sich die Jury einstimmig für das Siegerprojekt "ARDEIDAE" entschieden. Es stammt vom jungen Tessiner Ingenieurbüro Ingegneri Pedrazzini Guidotti Sagl aus Lugano. Sie haben sich mit ihrer radikal einfachen, knapp 120 Meter langen Stahlbrücke durchgesetzt.

Die Stärke des Siegerprojekts ist die Klarheit der Brückenkonstruktion, mit der die Limmat ohne Stützen überspannt wird. Dies ist von Vorteil, da in diesem Bereich der Limmat im Boden Altlasten abgelagert sind, die bei einer Pfeilerfundation ein aufwändiges und risikobehaftetes Bauverfahren erforderlich gemacht hätten. Zudem kann damit vermieden werden, dass mit einem Pfeiler ungewollt der Grundwasserstrom unterhalb der Limmatsohle "angestochen" wird.

Teil der kantonalen Radroute und der Landschaftsspange Sulperg-Rüsler

Der Limmatsteg ist Teil der kantonalen Radroute Sulperg- Rüsler. Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat hierfür im Rahmen des regionalen Gesamtverkehrskonzepts OASE am 4. Mai 2021 die Festsetzung der Velo-Hauptverbindungen auf dem Gemeindegebiet von Neuenhof und Würenlos inklusive des Velostegs Sulperg-Rüsler über die Limmat als Ergänzung des kantonalen Radroutennetzes im Richtplan beschlossen. Als Teil des Agglomerationsprogramms Limmattal werden die Projektierung und der Bau des neuen Limmatstegs auch vom Bund mitfinanziert. Der Korridor Sulperg-Rüsler stellt ebenfalls ein Teilprojekt des Freiraumkonzepts «Agglomerationspark Limmattal» dar und wurde als Projekt der Regionale 2025 nominiert.

Weiterer Zeitplan

Als nächster Schritt wird nun durch das Siegerteam ein Bauprojekt ausgearbeitet und dieses voraussichtlich 2023 öffentlich aufgelegt. Der Baubeginn ist auf das Jahr 2025 geplant. Dieser Zeitplan ist allerdings abhängig von allfälligen Einsprachen.

Jurybericht

Projektwettbewerb Limmatsteg Chlosterschür: Bericht des Preisgerichts (PDF, 27 Seiten, 46.6 MB)

Bilder zum Download

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  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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