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Dank Rettungs- und Katastrophendiensten sowie Schutzmassnahmen konnten schlimmere Hochwasser-Schäden verhindert werden

Regierungsrat dankt allen Einsatzkräften für die wertvolle und wirkungsvolle Arbeit in den letzten Tagen und Wochen

Die starken Regenfälle und Unwetter der letzten Tage und Wochen haben auch im Kanton Aargau die Pegelstände der Flüsse und Bäche stark ansteigen lassen. Dank des grossen Einsatzes der Rettungs- und Katastrophendienste sowie diverser Schutzmassnahmen wie Einbau von mobilen Hochwassersperren (Beaver), Schutzwänden und Sandsäcken konnten schlimmere Schäden verhindert werden. Der Regierungsrat dankt allen Einsatzkräften für ihre wirkungs- und wertvolle Arbeit beim Hochwassereinsatz und bei den vorangegangenen Unwettern. Im Kanton Aargau hat sich die Lage stabilisiert, die Abflusswerte der Flüsse und Bäche sind gesunken. Die Flüsse werden aufgrund von Seeregulierungen jedoch noch einige Tage erhöhte Wasserstände aufweisen; die Schutzmassnahmen werden der Lageentwicklung entsprechend angepasst.

In den letzten Tagen und Wochen standen mehrere hundert Angehörige von Rettungs- und Katastrophendiensten im Einsatz, um die nach starken Regenfällen und grossen Unwettern im Wasserschloss-Kanton Aargau zusammenfliessenden enormen Wassermassen zu bewältigen.

Dank ihres unermüdlichen Engagements sowie guter Vorbereitungs-, Planungs- und Führungsarbeit ist es gelungen, grössere Überschwemmungen und damit auch schlimmere Schäden zu verhindern. Dabei kamen auch diverse vorbereitete und temporäre Schutzeinrichtungen zum Tragen. Unter anderem wurden in Wallbach, Brugg, Mellingen, Wohlen und Strengelbach vom Kantonalen Katastrophen Einsatzelement (KKE) mobile Hochwassersperren (Beaver-Schläuche) eingebaut; dies in enger Zusammenarbeit mit den Regionalen Führungsorganen (RFO), den örtlichen Zivilschutzorganisationen (ZSO) und den Feuerwehren.

Während der Hochwassersituation und den vorangegangenen Unwettern standen im ganzen Kanton mehrere hundert Feuerwehrleute im Einsatz, die Schäden beseitigten und mit Hochwassersperren und einigen tausend Sandsäcken wichtige Infrastruktureinrichtungen sowie bedrohte Liegenschaften schützten. Rund 200 Angehörige der Zivilschutzorganisationen (ZSO) leisteten Unterstützungseinsätze, unter anderem Kontroll- und Patrouillentätigkeiten an kritischen Punkten. In Mellingen leisteten zudem Armeeangehörige beziehungsweise eine Einheit der Leichten Fliegerabwehr Lenkwaffen Abteilung 7 Spontanhilfe.

Auf Stufe Kanton wurde die Hochwassersituation im Kanton Aargau vom Kantonalen Führungsstab (KFS) in enger Zusammenarbeit mit dem Pikettdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer (ALG) überwacht und koordiniert. In den betroffenen Regionen standen die Regionalen Führungsorgane im Einsatz.

Regierungsrat dankt Einsatzkräften

"Der Regierungsrat ist beeindruckt, was in den letzten Tagen und Wochen von den Einsatzkräften bei der Bewältigung der Unwetterschäden und Hochwassersituation geleistet wurde", erklärt Landammann Stephan Attiger. "Dank hoher Einsatzbereitschaft und grosser Kompetenz aller Beteiligten ist es mit vereinten Kräften gelungen, die Menschen im Aargau vor schlimmeren Folgen zu schützen und weit grössere Schäden an Hab und Gut abzuwenden. Der Regierungsrat dankt allen Beteiligten für ihren wertvollen und wirkungsvollen Einsatz – auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die spontane Unterstützung geleistet haben."

Der Regierungsrat würdigt auch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Rettungs- und Katastrophendienste im Bereich Führung, Planung und Kommunikation und nimmt zur Kenntnis, dass die in den letzten Jahren beschafften technischen Hilfs- und Schutzmittel, insbesondere die mobilen Hochwassersperren, wirkungsvoll zum Einsatz kamen.

"Der Regierungsrat wird zusammen mit den zuständigen Fachleuten die Ereignisse der letzten Tage und Wochen analysieren und überprüfen, ob Anpassungen der Schutzkonzepte oder ein weiterer Ausbau der Schutzmassnahmen notwendig ist", kündigt Landammann Stephan Attiger an. Dabei werde man auch die Erfahrungen und Ereignisse der Flut- und Hochwasserkatastrophen in andern europäischen Ländern, insbesondere Deutschland, einbeziehen.

Weiterhin erhöhte Bereitschaft – trotz entspannter Wetterlage

Aktuell herrscht im ganzen Kanton Aargau noch eine erhöhte Bereitschaft bei allen Einsatzkräften, obwohl sich die Wetterlage in der kommenden Woche insgesamt weiter entspannen wird. Die eingebauten Hochwassersperren sowie die Pegelstände werden laufend durch Patrouillen überwacht.

An den grösseren Seen und den Flussstrecken unterhalb dieser Seen ist noch während längerer Zeit mit deutlich erhöhten Wasserständen zu rechnen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) informierte am Samstag, 17. Juli 2021, dass regulierte Seen durch höchstmögliche Ausflüsse entlastet werden, um Schäden beziehungsweise Schadensrisiken zu minimieren. An grossen Seen werde dieser Prozess mehrere Tage bis Wochen andauern. Deshalb werden in dieser Zeit die Abflüsse insbesondere an Aare, Limmat, Reuss und Rhein erhöht bleiben.

Die Schutzmassnahmen werden im Kanton Aargau den Abflusswerten und der meteorologischen Lageentwicklung entsprechend angepasst beziehungsweise dort wo möglich zurückgebaut.

Vorsicht an Ufern von Bächen und Flüssen

Die Bevölkerung wird aufgefordert, weiterhin die Uferzonen von Flüssen zu meiden, da insbesondere bei allfälligen lokalen Niederschlägen überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen könnten. Zudem wird die Bevölkerung gebeten, die Absperrungen zu beachten und sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen (beispielsweise beim Fotografieren der Hochwassersituation). Bei Aussenaktivitäten gilt es, das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. Den Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und Behörden ist Folge zu leisten.

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  • Departement Gesundheit und Soziales
  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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