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Notfalltreffpunkte im Kanton Aargau nach Ausfall der Notrufnummern in Betrieb genommen

Hochwasser-Situation im Aargau: kein Einbau von Hochwassersperren; Abgabe von Sandsäcken durch KKE

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat eine Störung bei der Swisscom zum Ausfall der Festnetz-Telefonie und somit auch der Notrufnummern 117 / 118 / 144 / 112 geführt. Daraufhin haben die Kantonspolizei und der Kantonale Führungsstab (KFS) die Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte angeordnet. Die Notrufzentrale der Kantonspolizei stellte die Erreichbarkeit über zusätzliche Rufnummern im Mobilfunknetz sicher. Laut Swisscom ist die Störung seit Freitagmorgen, 8 Uhr behoben. Die Notfalltreffpunkte werden retabliert.

Wegen einer Störung im Bereich der Festnetztelefonie waren die Notrufnummern im Kanton Aargau und andernorts nicht erreichbar. Die Notrufzentrale der Kantonspolizei Aargau nahm Notrufe über zusätzliche Mobiltelefonnummern entgegen. Auch wurde die Besetzung aller Polizeistationen veranlasst, um zusätzliche Anlaufstellen für Notrufe zu schaffen (siehe auch Medienmitteilung der Kantonspolizei).

Gegen Mitternacht wurde die Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte ausgelöst. Daraufhin haben die örtlichen Feuerwehren die rund 300 Anlaufstellen für die Bevölkerung innert wenigen Minuten besetzt. Der aufgebotene Zivilschutz löste die Feuerwehren später ab und übernahm den Betrieb der Notfalltreffpunkte. Der KFS und die Regionalen Führungsorgane übernahmen gemeinsam die Koordination der Notfalltreffpunkte. Damit stand der Aargauer Bevölkerung innert kurzer Zeit ein zusätzlicher Ort für das Absetzen von Notrufen zur Verfügung. Laut Kantonspolizei wurde diese Möglichkeit auch genutzt.

Die Lage an den Notfalltreffpunkten war ruhig. Der erste kantonsweite Praxistest zur Inbetriebnahme verlief erfolgreich. Aufgrund der Telefonstörung war teilweise die Alarmierung der Zivilschutzorganisationen erschwert.

Gemäss Swisscom wurde die Störung kurz vor 8 Uhr morgens behoben. Die Notfalltreffpunkte wurden entsprechend im Verlauf des Freitagmorgens ausser Betrieb genommen und zurückgebaut.

Funktion der Notfalltreffpunkte

Die Notfalltreffpunkte können für das Absetzen von Notrufen bei Störungen der Telefonnetze, als Sammelort für Evakuierungen, als Anlaufstelle zur Information der Bevölkerung oder beispielsweise als Abgabestelle für Trinkwasser eingesetzt werden. In jeder Aargauer Gemeinde gibt es mindestens einen Notfalltreffpunkt. Die Notfalltreffpunkte befinden sich an gut zugänglichen öffentlichen Orten und Gebäuden und kommen bei ausserordentlichen Lagen wie schweren Naturkatastrophen, langandauernden Stromausfällen oder grossen Versorgungsengpässen zur Unterstützung der Bevölkerung zum Einsatz.

Netz von Notfalltreffpunkten

Im Oktober 2020 wurden Informationsbroschüren an alle Haushaltungen im Kanton Aargau verteilt. Darin sind die Notfalltreffpunkte der jeweiligen Wohngemeinde auf einer Karte abgebildet. Die Broschüren enthalten zusätzlich Informationen zum Verhalten bei Alarm, Evakuation und Stromausfall.

Der Kanton Aargau empfiehlt, die Informationsbroschüre sorgfältig aufzubewahren, damit die Informationen bei einem Ausfall der Strom- und Kommunikationsnetze zur Verfügung stehen. Ersatzbroschüren können bei den Gemeinden bezogen werden, zum Beispiel auch beim Umzug in eine andere Gemeinde.

Alternativ stehen die Broschüren als PDF auf www.notfalltreffpunkte.ch (öffnet in einem neuen Fenster) zu Verfügung.

Hochwasser-Situation im Kanton Aargau

Zusätzlich war die Hochwasser-Situation in Teilen des Kantons angespannt. Das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement (KKE) gab an Feuerwehren Sandsäcke ab und prüfte den Einbau von Hochwassersperren in Wallbach. Der Einbau war nach weiteren Abklärungen nicht nötig. Für das Wochenende wird eine Entspannung betreffend die Hochwasser-Situation erwartet.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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