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Coronavirus (Covid-19) – Impfzentrum Laufenburg schliesst Ende Juli

Kanton schafft neue Angebote für flexible Impfung

Ende Juli 2021 schliesst das Impfzentrum Laufenburg seinen Betrieb. Wer dort noch auf der Warteliste steht, wird seine Impftermine bis dann erhalten. Neue Anmeldungen für Laufenburg sind ab sofort nicht mehr möglich. Das Impfzentrum Rheinfelden bleibt geöffnet. Zudem impfen ab Anfang Juli zahlreiche Apotheken im Kanton und es entstehen neue bewegliche Impfangebote.

In der letzten Woche hat die kantonale Impfkampagne 40’000 Impfungen durchgeführt, was einen neuen Höchstwert darstellt. Allein gestern haben im Kanton Aargau 7'400 Personen eine erste oder zweite Impfung erhalten. Von den Kapazitäten her könnte der Kanton Aargau pro Woche etwa 50'000 Impfungen vornehmen. Die grösseren Liefermengen des Impfstoffs sowie das daraus resultierende höhere Impftempo hat zur Folge, dass die Warteliste für die Covid-19-Impfung im Kanton Aargau schrumpft. Es kommen jedoch weiterhin täglich über 1’000 Neuregistrierungen hinzu. Derzeit befinden sich noch etwa 75'000 Personen auf der Warteliste. Sie alle werden noch im Juni 2021 ihre Termine erhalten – sofern die vom Bund angekündigten Impfstofflieferungen eintreffen. Zurzeit erhalten Personen Termine, die sich im März 2021 registriert haben, an einigen Standorten sogar schon jene, die sich im April 2021 registriert haben.

Die kantonale Impfkampagne ist auf diese Entwicklung vorbereitet und plant den Rückbau der Kapazitäten, um leerstehende Impfkapazitäten abzuwenden. Als erstes stellt der Impfstandort Laufenburg Ende Juli 2021 seinen Betrieb ein. Wer sich bis jetzt dort angemeldet hat, wird bis Ende Juli weiterhin Termine für die erste und die zweite Impfung erhalten. Der Vertrag für die gemieteten Räumlichkeiten läuft auf diesen Zeitpunkt hin aus. Der zweite Standort im Fricktal, jener in Rheinfelden, bleibt weiter in Betrieb. Zudem haben 130 Apotheken im ganzen Kanton ihr Interesse bekundet, ab anfangs Juli 2021 Impfungen durchzuführen – zehn davon auch im Fricktal.

Neue Angebote in Planung

Voraussichtlich ab Juli 2021 wird der Kanton neue bewegliche Impfstationen anbieten. Vorgesehen sind etwa Impfungen in Betrieben oder nach den Sommerferien auch in Schulen – sofern bis dann Impfstoffe für Jugendliche unter 16 Jahren zugelassen sind. Auch die Schaffung von "Drive-in" oder "Walk-in"-Angeboten in den bisherigen Impfzentren wird geprüft. Mit diesem Angebot wäre auch eine Impfung ohne Voranmeldung denkbar. Sobald die neuen Angebote im Detail geplant sind, informiert die Impfkampagne aktiv. Aktuelle Informationen finden sich immer auf www.ag.ch/coronavirus-impfung.

Registrierung jetzt dringend empfohlen

Es ist absehbar, dass wegen des Rückgangs der Nachfrage vor allem die kleineren Impfstandorte früher oder später ihren Betrieb stark reduzieren oder einstellen müssen. In erster Linie hängt dies von der Nachfrage nach Covid-19-Impfungen ab. Ob der Betrieb anfangs 2022 für die sogenannte "Booster"-Impfung, also eine Nachimpfung für einen längeren Impfschutz, wieder aufgenommen wird, ist derzeit noch nicht klar. Wer noch nicht registriert ist, sollte sich möglichst rasch unter www.ag.ch/covid-impfanmeldung anmelden.

Viele Impfwillige haben gewartet, weil sie älteren Menschen oder Risikogruppen den Vortritt lassen wollten. Das ist heute nicht mehr nötig. Personen über 65, Mitarbeitende im Gesundheitswesen und auch vorerkrankte Menschen sind seit April 2021 geimpft. Jetzt sollte sich die breite Bevölkerung impfen lassen, um sich selbst, aber auch ihr Umfeld zu schützen.

Bei den Altersgruppen zeigt sich insgesamt folgende Verteilung (Stand 2. Juni 2021):

  • 80+: 81 Prozent mindestens einmal geimpft (keine auf der Warteliste ohne Termin)
  • 70-79: 83 Prozent mindestens einmal geimpft (keine auf der Warteliste ohne Termin)
  • 60-69: 64 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 8 Prozent auf der Warteliste ohne Termin)
  • 50-59: 42 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 25 Prozent auf der Warteliste ohne Termin)
  • 40-49: 32 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 23 Prozent auf der Warteliste ohne Termin)
  • 30-39: 23 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 23 Prozent auf der Warteliste ohne Termin)
  • 20-29: 20 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 17 Prozent auf der Warteliste ohne Termin)
  • unter 20: 3 Prozent mindestens einmal geimpft (weitere 6 Prozent auf der Warteliste ohne Termin, wobei alle Personen unter 16 derzeit nicht impfberechtigt sind)

Impfzertifikat im Sommer

Die Impfkampagne bereitet sich auf die Einführung des Zertifikats vor. Der Bund testet im Juni 2021 erste Lösungen zur Einführung des Zertifikats, und auch der Kanton Aargau beteiligt sich an diesen Tests. Ziel dieser Tests ist die Klärung von offenen Fragen und der Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Ab dem 30. Juni 2021 findet schrittweise die Einführung des neuen Zertifikats statt. Es dokumentiert eine Covid-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung und ein negatives Testresultat. Weitere Informationen stellt die Impfkampagne ab Mitte Juni 2021 auf www.ag.ch/coronavirus-impfung zur Verfügung.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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