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Strategie energieAARGAU: Zwischenziele erreicht, aber weiterhin grosser Handlungsbedarf

Erster Monitoring-Bericht zur kantonalen Energiestrategie zeigt Herausforderungen bei Gebäuden und Mobilität

Der Regierungsrat hat den ersten Monitoring-Bericht zur 2015 vom Grossen Rat beschlossenen kantonalen Strategie energieAARGAU verabschiedet. Der Bericht zeigt auf: Die Hauptziele bei der Energie- und Stromeffizienz, der erneuerbaren Stromproduktion sowie der Versorgungssicherheit wurden erreicht. Um die energie- und klimapolitischen Ziele von Bund und Kanton zu erreichen, sind aber weitere Anstrengungen nötig. Insbesondere in den Bereichen Gebäude und Mobilität sind die Herausforderungen gross. Einen wichtigen Beitrag zur Zielerreichung kann das CO₂-Gesetz des Bundes leisten, das am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommt.

Im Juni 2015 hat der Grosse Rat die kantonale Energiestrategie energieAARGAU mit folgenden drei Stossrichtungen beschlossen: Stärkung des Energiekantons, nachhaltige Entwicklung, Erhalt der Versorgungssicherheit. Auf der Basis dieser Leitlinien wurden in der Strategie vier Hauptziele definiert: Erstens soll der Energieverbrauch pro Kopf gesenkt werden, zweitens wird eine Stromverbrauchsreduktion pro Kopf angestrebt, drittens soll die erneuerbare Stromproduktion ausgebaut werden, viertens will der Kanton die Versorgungssicherheit weiterhin sicherstellen. Gleichzeitig mit dem Beschluss von energieAARGAU hat der Grosse Rat dem Regierungsrat den Auftrag gegeben, die Erreichung der Ziele zu messen und regelmässig darüber Bericht zu erstatten. Mit dem nun publizierten Monitoring-Bericht präsentiert der Kanton erstmals eine Standortbestimmung.

Der Bericht zeigt, dass der Kanton Aargau insbesondere bei den Hauptzielen gut unterwegs ist und die Zielsetzungen aus der Strategie bisher erfüllt werden. Die Herausforderungen bleiben jedoch gross. Insbesondere der ab 2020 steiler werdende Zielpfad sowie das nationale Klimaziel "Netto Null bis 2050", welches auch der Aargauer Regierungsrat unterstützt, erfordern zusätzliche Massnahmen. In den Handlungsfeldern Gebäude und Mobilität konnten einige Zielvorgaben für 2020 nicht erreicht werden. Immerhin: Mit dem neu geschaffenen Entwicklungsschwerpunkt Klima, der Solaroffensive und dem Förderprogramm Energie im Gebäudebereich hat der Kanton heute Instrumente zur Hand, um die zukünftigen Herausforderungen anzupacken.

Weitere Anstrengungen sind nötig, CO₂-Gesetz wichtig

Diese Massnahmen alleine genügen jedoch nicht; es sind weitere Anstrengungen nötig. Die Abstimmung vom 13. Juni 2021 hat eine hohe Relevanz und ein entscheidendes Gewicht, um Energieverbrauch, Auslandabhängigkeit und CO₂-Ausstoss im Gebäudebereich signifikant zu senken – und damit, um die energie- und klimapolitischen Ziele des Kantons zu erreichen. Als traditioneller Energiekanton sowie als führender Hightech- und Forschungsstandort steht der Aargau hier in einer besonderen Verantwortung. Entsprechend unterstützt der Regierungsrat das CO₂-Gesetz des Bundes.

Der ausführliche Monitoring-Bericht kann online auf der Webseite des Kantons eingesehen werden.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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