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Coronavirus (Covid-19) – Impftermine für weitere Personengruppen freigegeben

65- bis 74-jährige Personen erhalten Covid-19-Impfung

Die Impfkampagne im Kanton Aargau schreitet voran. Seit Dienstag dieser Woche sind Impfungen für alle Personen im Alter von 65 und mehr Jahren möglich. Bisher mussten 65- bis 74-Jährige ein Attest vorlegen. Wer 75 Jahre und älter ist oder eine Vorerkrankung von höchstem Risiko hat und dafür ein entsprechendes ärztliches Attest besitzt, wird weiterhin priorisiert. Personen aus diesen Gruppen, die noch nicht registriert sind, sollten sich jetzt für einen Impftermin registrieren. Nach Ostern ist die Impfung für weitere Mitarbeitende im Gesundheitswesen und im sozialmedizinischen Bereich möglich. Wegen Lieferungsverzögerungen beim Impfstoff müssen in der nächsten Woche die drei Impfstandorte Menziken, Leuggern und Laufenburg ihren Betrieb vorübergehend einstellen.

Im Kanton Aargau haben sich über 120'000 Personen für einen Impftermin registriert. Gut 55'000 haben eine erste Impfung erhalten, davon etwa 10'000 Personen in Alters- und Pflegeheimen. Über 30'000 der geimpften Personen sind über 75 Jahre alt, knapp 10'000 zwischen 65 und 74 Jahren und die restlichen Personen unter 65 Jahren. Darunter rund 7'000 Mitarbeitende des Gesundheitswesens sowie Personen mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko.

Noch nicht alle Personen im Alter von 75 und mehr haben sich angemeldet. Ihnen wird empfohlen, sich jetzt zu registrieren, um von einer priorisierten Impfung zu profitieren. Auch über 65-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen sollen sich unter www.ag.ch/covid-impfanmeldung anmelden. Grundsätzlich steht die Registrierung bereits seit längerem allen Personen offen. Das Departement für Gesundheit und Soziales empfiehlt grundsätzlich allen Personen ab 16 Jahren – unabhängig von Vorerkrankungen – sich für die Covid-19-Impfung anzumelden.

Keine Attestpflicht mehr für Personen im Alter von 65 oder älter

In einigen Impfzentren befinden sich auf den Wartelisten nicht mehr ausreichend Impfwillige, die aufgrund des Alters oder Vorerkrankungen Anspruch auf einen priorisierten Impftermin haben. Deshalb erhalten seit dieser Woche auch Personen im Alter von 65 bis 74 Jahren eine Covid-19-Impfung, selbst wenn sie keine Vorerkrankungen haben. Damit impft der Kanton Aargau eine weitere Gruppe von Menschen, die gemäss den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit BAG zu den besonders gefährdeten gehört. Personen unter 65 Jahren mit Vorerkrankungen benötigen für die Impfung weiterhin ein ärztliches Attest.

Die bisherige Priorisierung bleibt bestehen. Über 75-Jährige und Personen mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko werden höher priorisiert als alle anderen Personen. Das bedeutet, dass sie unabhängig vom Registrierungszeitpunkt bevorzugt einen Termin erhalten. Wer sich für die Impfung bei einer Hausarztpraxis angemeldet hat, bekommt frühestens im Mai 2021 eine Impfung in der Arztpraxis, weil das Impfen in Arztpraxen frühestens ab Mai 2021 möglich sein wird. Personen, die kein Internet haben oder Unterstützung bei der Registrierung benötigen, erhalten in den Aargauer Apotheken Hilfe.

Abschluss der Impfungen in Pflegeheimen steht kurz bevor

Bereits am 18. März 2021 findet die letzte Impfung in einem Aargauer Seniorenzentrum statt. Bisher haben 5'593 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen eine Impfung erhalten. Gleichzeitig haben zehn mobile Impfteams 3'668 Mitarbeitende von Pflegeheimen geimpft. 122 Personen haben in Pflegeheimen eine Impfung aus einem Restbestand erhalten – das entspricht etwas mehr als einer Person pro Pflegeheim. Ab dem 15. März 2021 werden nur noch sechs mobile Impfteams im Einsatz sein. Sie führen Impfungen von vorerkrankten und älteren Menschen in Gemeinschaftseinrichtungen wie etwa Heime für Menschen mit Behinderung durch. Gleichzeitig führen sie weiterhin Impfungen in Pflegeheimen durch. Dabei geht es um die Impfung von neu eingetretenen Personen oder Bewohnern, die sich erst später für eine Impfung entschieden haben.

Weiterführung der Impfung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen

Im Hinblick auf die Bewältigung einer dritten Infektionswelle ist der Schutz von Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des sozialmedizinischen Bereichs wichtig. Im Kanton Aargau erhält deshalb seit Beginn der Impfkampagne, ausgewähltes Spitalpersonal eine Impfung. Besonders Mitarbeiter von Intensiv- und Covid-19-Stationen, von Notfallaufnahmen, Rettungs- und Transportsanitäter, Ärzteschaft, Pflegefachpersonen sowie weiteres Spital- und Klinikpersonal mit hoher Exposition gegenüber Covid-19-Patientinnen und -Patienten wurden bisher geimpft. Die Impfung dieser Gruppen steht kurz vor dem Abschluss. Deshalb kommen nach Ostern auch weitere Mitarbeitenden des Gesundheitswesens und des sozialmedizinischen Bereichs zu ihrer Impfung. Dazu gehören gemäss Impfstrategie des Bundes unter anderem Spital- und Klinikpersonal, Mitarbeitende in Arztpraxen oder Mitarbeitende der Spitex. Sie alle sind aufgerufen, sich unter www.ag.ch/covid-impfanmeldung für einen Termin zu registrieren. Beim Impftermin müssen sich Mitarbeitende des Gesundheitswesens und des sozialmedizinischen Bereichs ausweisen – mit einem Personalausweis (Badge), einem Ausweis einer relevanten Verbandsmitgliedschaft oder einer Bestätigung des Arbeitgebers. Eine Liste mit den erwähnten Berufsgruppen des Gesundheitswesens und des sozialmedizinischen Bereichs ist auf www.ag.ch/coronavirus-impfung abrufbar.

Lieferverzögerung bei Moderna-Impfstoff

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat Ende der vergangenen Woche kurzfristig bekannt gegeben, dass es zu einer Verzögerung der nächsten Lieferung des Impfstoffs des Herstellers Moderna kommt. Für den Kanton Aargau bedeutet dies, dass in der nächsten Woche (KW 11) die drei Impfstandorte Menziken, Leuggern und Laufenburg ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen. Der Grund dafür ist, dass diese Impfzentren erst vor gut zwei Wochen ihre Türen öffnen konnten und deshalb noch keine Zweitimpfungen durchführen. In Menziken mussten aufgrund der Lieferverzögerung beim Moderna-Impfstoff zudem einige bereits vergebene Termine zur Erstimpfung annulliert werden. Es ist die erste Absage von Terminen im Kanton Aargau. Trotz Fortschreiten der Impfkampagne ist die Versorgungslage nach wie vor knapp und die Planungssicherheit limitiert. Alle anderen sechs Impfstandorte sind nicht betroffen; Termine für Erstimpfungen sind jedoch nur beschränkt verfügbar. Alle dort vergebenen Termine bleiben gültig, und die Einschränkung dauert voraussichtlich maximal eine Woche.

Grundsätzlich keine Impfung für Personen ausserhalb des Kantons Aargau

Die Impfzentren im Kanton Aargau mussten in den vergangenen Wochen Personen abweisen, weil sie die derzeit geltenden Kriterien für den Erhalt einer Covid-19-Impfung nicht erfüllten. Meistens handelte es sich um jüngere Personen, die kein ärztliches Attest für eine Vorerkrankung höchsten Risikos vorweisen konnten. Zudem haben sich einige Personen aus anderen Kantonen im Aargau für eine Impfung registriert. Im Kanton Aargau erhalten nur Personen eine Impfung, die hier ihren Wohnsitz haben. Ausnahmen sind Auslandschweizer und Grenzgänger, die eine Schweizer Krankenversicherung haben sowie im Aargau tätige Gesundheitsfachpersonen und Mitarbeiter von sozialmedizinischen Einrichtungen.

Elektronischer Impfausweis noch nicht verfügbar

Der bestehende Impfausweis in Papierform (blaues Impfbüchlein) ist in der Schweiz kein amtliches Dokument, sondern Teil der Patientendokumentation. Dies trifft auch für den elektronischen Impfausweis der Stiftung meineimpfungen.ch sowie für alle weiteren Arten von Bestätigungen oder Bescheinigungen zu, so auch für den Impfnachweis von myCOVIDvac. Es gibt in der Schweiz keine formell-gesetzlichen Grundlagen für einen staatlichen Impfnachweis. Der elektronische Impfausweis myCOVIDvac von meineimfpungen.ch ist im Kanton Aargau aus administrativen Gründen noch nicht verfügbar. Wer jedoch im Impfzentrum oder bei der Registrierung zur Impfung einen solchen wünscht, erhält den elektronischen Impfausweis, sobald dieser verfügbar ist.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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