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Coronavirus (Covid-19) – Aktuelle Lage im Kanton Aargau

Die epidemiologische Lage im Kanton Aargau ist weiterhin angespannt. Der Kantonsärztliche Dienst registrierte am 4. November 2020 die bisher höchste Fallzahl. Seither kam es zu einer Fallzahlenabnahme mit einer Plafonierung der laborbestätigten neuen Fälle nun seit über drei Wochen. Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage gilt es, die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Massnahmen von Kanton und Bund konsequent umzusetzen, um einen erneuten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern.

Die aktuelle Lage ist weiterhin angespannt. Die seit dem 29. Oktober 2020 bestehenden Massnahmen (erweiterte Maskenpflicht, Personenbeschränkung bei Veranstaltungen, Sport, Menschenansammlungen) scheinen bisher Wirkung zu zeigen und haben das rasche exponentielle Wachstum gebremst. Hinsichtlich Fallzahlen, Hospitalisationsrate wie auch Todesfallrate zeigt sich eine zunehmende Stabilisierung. Während der nächsten Wochen ist von einem weiteren stabilen Verlauf auszugehen. Die bisher höchste Fallzahl (495) zeigte sich am 4. November 2020. Seither kam es zu einer Fallzahlenabnahme mit einer Stabilisierung sowie Plafonierung der laborbestätigten neuen Fälle (bei zirka 314 Fällen im 7-Tage-Durchschnitt) seit über drei Wochen.

Die Durchhaltefähigkeit des Gesundheitswesens ist aktuell gegeben und muss weiterhin sichergestellt werden. Die Todesfallrate war während der letzten fünf Wochen deutlich erhöht, seit zwei Wochen nun stabil. Der von der ETH Zürich berechnete Reproduktionswert R liegt für den Kanton Aargau bei zirka 1.0.

In den kommenden Wochen sollten weiterhin die sozialen Kontakte reduziert werden, damit es nicht zu einer Fallzahlenzunahme kommt. Eine Fallzahlenzunahme würde eine deutliche Belastung der Durchhaltefähigkeit des Gesundheitswesens darstellen.

Das Departement Gesundheit und Soziales prüft zur Epidemiebekämpfung in permanenter Absprache mit anderen Kantonen und dem Bundesrat weitere Massnahmen. Es tut dies weiterhin risikobasiert und wirkungsorientiert, das heisst Massnahmen sollen an Orten und in Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko wirken. Ziel bleibt es, die Gesundheitsversorgung und in erster Linie die Kapazitäten der Spitäler sicherzustellen.

Bei Symptomen unbedingt testen

Neben den Massnahmen trägt auch das konsequente Testen der Bevölkerung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bei. Trotz weiterhin hoher Fallzahlen ist die Anzahl Tests in den letzten drei Wochen leicht zurückgegangen. Kantonsärztin Dr. Yvonne Hummel ruft die Bevölkerung auf, sich bei Symptomen umgehend testen zu lassen und bei einem positiven Testergebnis die engen Kontaktpersonen zu informieren. Nur so gelingt es zeitnah, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung zu bremsen.

Akutspitäler, Arztpraxen, Apotheken und das Institut für Arbeitsmedizin (IFA) bieten im Kanton Aargau Tests an. Nach einer Pilotphase mit sieben Apotheken und positiven Erfahrungen mit den Antigen-Schnelltests ist eine Ausdehnung auf weitere Apotheken vorgesehen. Aktuell machen die Schnelltests rund einen Viertel aller Tests aus. Der Kanton Aargau bietet auf seiner Webseite einer Übersicht der möglichen Testorte: www.ag.ch/coronavirus > Massnahmen und Verhaltensempfehlungen > Symptome und Ansteckung.

Contact Tracing wird weiterentwickelt

Das Contact Tracing im Kanton Aargau wurde seit Ende September 2020 (30 Mitarbeitende) stark ausgebaut (rund 70 Mitarbeitende seit anfangs November 2020). Der Zivilschutz stellt aktuell 15 Angehörige im Rahmen des vom Regierungsrat bewilligten Einsatzes für das Contact Tracing zur Verfügung.

Das Contact Tracing ist weiterhin stark gefordert. Vor diesem Hintergrund werden weitere Massnahmen und Verbesserungen geplant und umgesetzt. Dazu gehört ein kontinuierlicher Ausbau der personellen Ressourcen, um die Kapazitäten zu erhöhen und um eine Beendigung des Zivilschutzeinsatzes zu gegebener Zeit zu ermöglichen. Weiter wird die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse vorangetrieben. Konzept und Terminplanung werden bis Ende des laufenden Jahres konkretisiert.

Kanton Aargau bereitet Umsetzung der Impfstrategie vor

Bund und Kantone wollen der Schweizer Bevölkerung einen raschen Zugang zu einem sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoff gewährleisten. Dabei sollen zuerst ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen geimpft werden und danach das Pflege- und Betreuungspersonal sowie enge Kontaktpersonen von vulnerablen Personen. Nach Belieferung der Kantone sind diese für die weitere Lagerung, Verteilung und Impfung der Bevölkerung zuständig. Der Kanton Aargau erstellt unter der Leitung des Kantonsapothekers, Renato Widmer, ein Konzept. Der Kanton Aargau wird eng mit dem Bund zusammenarbeiten, um der Bevölkerung ein rasches Impfen zu ermöglichen.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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