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Mit Massnahmenpaket zur Bewältigung von Waldschäden die Aargauer Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer unterstützen

Öffentliche Anhörung dauert vom 26. Juni bis am 21. September 2020

Der Regierungsrat will die Aargauer Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer bei der Wiederbewaldung der Schadenflächen mit einem Massnahmenpaket unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf der Waldbewirtschaftung beziehungsweise der Nutzfunktion des Waldes, welche den gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen an eine nachhaltige und an die veränderten Klimabedingungen angepasste Waldbewirtschaftung gerecht wird. Die Massnahmen tragen zur Milderung der negativen Auswirkungen des Klimawandels bei. Die öffentliche Anhörung zum Massnahmenpaket und den dafür benötigten Verpflichtungskredit von 9,6 Millionen Franken startet am Freitag, 26. Juni und dauert bis am 21. September 2020.

Die Winterstürme vom Januar 2018 und die Trockenheit im 2018 und 2019 haben viele Aargauer Waldbestände geschädigt oder zerstört. Die Winterstürme 2020, die milde Witterung dieses Frühjahrs und die aufgetretene Trockenheit haben die Situation zusätzlich verschärft. "Die Lage für die betroffenen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Neben den direkten Schäden an den Waldbeständen sind sowohl die Absatzmöglichkeiten von Holz im Inland sowie die Exportmöglichkeiten von Holz stark eingebrochen", erklärt Landstatthalter Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Der Kanton unterstützt die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer weiterhin mit Beiträgen an Massnahmen zur Eindämmung der Massenvermehrung des Borkenkäfers sowie der Entschädigung der intensivierten Überwachungstätigkeit in den betroffenen Gebieten über die Revierbeiträge.

Das Thema war kürzlich auch im Grossen Rat traktandiert: Das Kantonsparlament hat am 16. Juni 2020 zwei Postulate zu Schäden am Aargauer Wald, zum besorgniserregenden Zustand des Waldes und notwendige Massnahmen an den Regierungsrat überwiesen. "Der Regierungsrat beabsichtigt, die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer mit einem Massnahmenpaket zur Bewältigung der Waldschäden durch Borkenkäfer, Trockenheit, Eschenwelke und Sturmereignisse 2020 stärker zu unterstützen", so Attiger. Mit diesem lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels mindern, die zur grossen Herausforderung für den Wald und die Waldbewirtschaftung werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die schrittweise Anpassung der Waldbewirtschaftung an die sich ändernden Klimabedingungen zur permanenten Herausforderung für die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer wird.

Der Fokus des Massnahmenpakets liegt auf der Waldbewirtschaftung beziehungsweise der Nutzfunktion des Waldes. "Den gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen an eine nachhaltige und an die veränderten Klimabedingungen angepasste Waldbewirtschaftung wird dabei Rechnung getragen", sagt Stephan Attiger. So werden auf den heutigen Schadenflächen arten- und strukturreiche und somit anpassungsfähige und stabile Waldbestände entstehen, die auch unter veränderten Klimabedingungen ihre Funktionen nachhaltig erfüllen können und weniger risikoanfällig sind.

Vier Module zur Unterstützung

Das vorliegende Massnahmenpaket zur Bewältigung der Waldschäden umfasst vier Module:

  • Wiederbewaldung: Durch die Unterstützung der Wiederbewaldungsmassnahmen von Schadenflächen sollen stabile Waldbestände entstehen, die auch unter veränderten Klimabedingungen ihre Funktionen nachhaltig erfüllen können.
  • Holzvermarktung und -verwendung: Die Bereitstellung, Logistik und Vermarktung des Rohstoffs Holz soll verbessert werden und es sollen Impulse zur regionalen Holzverarbeitung und -verwendung gesetzt werden.
  • Entscheidungsgrundlagen: Die für die Walderhaltung und -bewirtschaftung bei steigenden Temperaturen und sich akzentuierender Sommertrockenheit notwendigen Entscheidungsgrundlagen werden aufgearbeitet.
  • Weiterbildung und Beratung: Die Mitarbeitenden der Forstbetriebe und die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer werden im Bereich Arbeitssicherheit

Für die Umsetzung des Massnahmenpakets wird ein Verpflichtungskredit für die Jahre 2021–2024 mit einem einmaligen Bruttoaufwand von 9,6 Millionen Franken beantragt.

Öffentliche Anhörung bis am 21. September 2020

Die öffentliche Anhörung zum Massnahmenpaket "Bewältigung Waldschäden durch Borkenkäfer, Trockenheit, Eschenwelke und Sturmereignisse" für den Zeitraum 2021–2024 dauert bis am 21. September 2020.

  • Regierungsrat
  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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