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Kanton beschafft Schutzmaterial für das Gesundheitswesen

Schutzkittel und Schutzmasken insbesondere für Pflegeheime und Spitexorganisationen

Der Kanton Aargau hat insbesondere für die Pflegeheime und die Spitexorganisationen 69'000 Schutzkittel und eine Million Schutzmasken in China produzieren lassen. Das Schutzmaterial ist heute in Aarau eingetroffen. Die Zuteilung erfolgt anhand der wöchentlichen kantonalen Datenerhebungen. Das Material kann anschliessend beim Zeughaus Aarau abgeholt werden.

In den Pflegeheimen des Kantons Aargau leben rund 6'500 Personen. Die Aargauer Spitexorganisationen betreuen gut 29'000 Klientinnen und Klienten. All diese Menschen gehören zu den besonders gefährdeten Personen, an Covid-19 zu erkranken. Umso grösser war und ist der Bedarf an geeigneten Schutzmaterialien: insbesondere Schutzmasken und Schutzkittel. Die Versorgung aus den kantonalen Reserven wurde in den vergangenen Wochen knapp. Eine Lieferung des Bundes liess auf sich warten. Darum hat der Kanton 69'000 Schutzkittel und eine Million Schutzmasken in China produzieren lassen. Der Swiss-Flieger mit dem Material ist am Samstagabend in Kloten gelandet. Mit Lastwagen ist das Schutzmaterial heute in Aarau eingetroffen. "Wir haben diesen Deal innert zehn Tagen mit allen Akteuren – kantonale Entscheidungsgremien, Produzenten in China und Transporteure – abgeschlossen", sagt der stellvertretende Einsatzleiter Task Force Corona des Kantons Aargau und Kreiskommandant Oberst Rolf Stäuble. Produktion und Transportkosten der 69'000 Schutzkittel und der Million Schutzmasken kosten insgesamt rund 1,4 Millionen Franken.

Optimaler Schutz

"Die Schutzkittel eignen sich zusammen mit den Schutzmasken gut, die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen und die besonders gefährdeten Menschen, die in Pflegeheimen leben oder von der Spitex betreut werden, zu schützen", betont Barbara Hürlimann, Ressortleiterin Gesundheitswesen in der Task Force Corona des Kantons Aargau und Leiterin der Abteilung Gesundheit im Departement Gesundheit und Soziales. Sie sei froh, dass mit dieser kantonalen Eigeninitiative das Schutzbedürfnis im Gesundheitswesen eingelöst werden konnte.

Pflegeheime und Spitexorganisationen sind seit Mitte März verpflichtet, Schutzkonzepte für Mitarbeitende sowie für ihre Bewohnerinnen und Bewohner umzusetzen. Dafür hat das Ressort Gesundheitswesen unter Barbara Hürlimann und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Branchenverbänden entsprechende Anleitungen entwickelt. Diese sind laufend an die neuen Richtlinien des Bundes angepasst worden.

Bei den Pflegeheimen war zudem eine Regelung rund um das Bedürfnis nach Besuch der Bewohnerinnen und Bewohner wichtig. Zum Schutz der besonders gefährdeten Personen gilt auch nach der ersten Lockerung des Bundes weiterhin ein grundsätzliches Besuchsverbot, das heisst, Besuche sind bis auf weiteres nur nach individueller Absprache mit der Heimleitung oder in geschützten Begegnungszonen möglich. Diese Situation wird für immer mehr Bewohnende von Pflegeheimen und deren Angehörige zu einer grossen Belastung. "Auch dank des zusätzlichen Schutzmaterials können wir eine weitere Lockerung des grundsätzlichen Besuchsverbots in den Pflegeheimen überhaupt in Erwägung ziehen", so Hürlimann.

"Investition gerechtfertigt"

Produktion und Transportkosten der 69'000 Schutzkittel und der Million Schutzmasken kosten insgesamt rund 1,4 Millionen Franken. "Nur schon die Transportkosten von Shanghai bis nach Aarau betragen rund 350'000 Franken", sagt Stäuble. "Diese Investition war wichtig und ist richtig", betont Hürlimann. Die Kosten liessen sich vollumfänglich mit der im Bundesrecht verankerten Pflicht zum Schutz der besonders gefährdeten Personen und dem Schutz der Mitarbeitenden im Gesundheitswesen rechtfertigen. Weitere Materialbeschaffungen werden seitens der Taskforce Corona des Kantons Aargau nun laufend geprüft. Massgebend dafür sind unter anderem die Beschaffungs- und Lieferkapazitäten des Bundes. Hürlimann und Stäuble appellieren an die Bevölkerung, die Schutzmassnahmen auch weiterhin konsequent einzuhalten.

Diese aktuelle Schutzmaterialbeschaffung ist unabhängig von der Maskenabgabe, die vom Freitag, 24. April 2020 bis Montag, 27. April 2020 im Kanton stattgefunden hat. Diese Maskenabgabe richtete sich einzig und allein an die rund 5'500 Betriebe, die seit Montag, 27. April 2020 wiedereröffnen konnten. Der Kanton hat vom 24. bis 27. April 2020 an rund 1'900 wiedereröffnende Betriebe, die von ihren Schutzkonzepten her Bedarf hatten, unentgeltlich rund 280'000 Masken abgegeben. Diese Aktion hat mitgeholfen, dass im Kanton die Schutzvorgaben für den ersten Lockerungsschritt umgesetzt werden können.

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