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Grosse Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote steigt auf 3.0 Prozent – Kurzarbeit auf Rekordstand

Aufgrund der Covid-19-Pandemie sind bis am 3. April innerhalb von drei Wochen rund 10'000 Anmeldungen für Kurzarbeit beim Amt für Wirtschaft und Arbeit eingegangen. Auch die Zahlen der Stellensuchenden und Arbeitslosen sind stark gestiegen.

Die Kurzarbeit ist infolge der Covid-19-Pandemie auf einem noch nie dagewesenen Stand. Die zuständige Stelle beim Amt für Wirtschaft und Arbeit ist mit Hochdruck daran, die Flut eingehender Anmeldungen zu bearbeiten. Per 3. April wurden 8'043 Bewilligungen erteilt (Pendent sind noch rund 1'800 Anträge, diese sollten aber demnächst erledigt werden). Von der Kurzarbeit sind 113'867 Personen betroffen.

Am meisten Anmeldungen liegen für folgende Branchen vor: Gastgewerbe (15 Prozent), Detailhandel und Gesundheits- / Sozialwesen (je 10 Prozent), Baugewerbe (9 Prozent), Grosshandel (8 Prozent), Motorfahrzeuge (Handel, Instandhaltung, Reparatur) (7 Prozent). Zudem sind viele Anmeldungen aus diversen Dienstleistungssektoren eingegangen (20 Prozent).

Seit dem 1. April bearbeiten die Arbeitslosenkassen des Kantons die von den Unternehmen eingereichten "Anträge und Abrechnungen von Kurzarbeitsentschädigungen" und nehmen die Auszahlungen an die Unternehmungen vor. Allerdings wird es aufgrund der hohen Anzahl betroffener Unternehmungen etwas Zeit brauchen, bis alle Zahlungen ausgelöst werden können.

Starker Anstieg bei den Arbeitslosen und Stellensuchenden

Bei den sieben Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende März im Aargau 11'396 Personen als arbeitslos gemeldet, davon waren 6'489 Männer (57 Prozent) und 4'907 Frauen (43 Prozent). Das sind 1'027 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote hat um 0.3 Prozentpunkte zugenommen und lag im März bei 3.0 Prozent. Schweizweit lag die Quote bei 2.9 Prozent (+ 0.4 Prozent).

Die Zahl der Stellensuchenden hat um 1'840 Personen zugenommen und lag im März bei 17'837. Im März haben sich 3'682 Personen bei den RAV als stellensuchend gemeldet, der grösste Teil davon nach dem 13. März. Abgemeldet wurden im letzten Monat 1'846 Personen.

Ende März waren 3'723 offene Stellen gemeldet, wovon 2'236 (60 Prozent) meldepflichtig waren. Das sind 72 offene Stellen mehr als im Februar.

Erleichterungen für Stellensuchende

Da die Arbeitssuche zurzeit aufgrund der Covid-19-Pandemie erschwert ist, hat das SECO für Stellensuchende einige Erleichterungen eingeführt: So erhalten alle im März oder später beim RAV gemeldeten Stellensuchenden zusätzliche Taggelder für die Dauer dieser ausserordentlichen Situation. Analog dazu wird die Rahmenfrist verlängert. Auch Stellensuchende, die im März ausgesteuert wurden, werden berücksichtigt.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres
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