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Coronavirus und Abfallentsorgung: Kanton unterstützt Empfehlungen des Bundes für Gemeinden, Bevölkerung und Entsorgungsbetriebe

Entsorgungsdienstleistungen sollen auch in der ausserordentlichen Lage gewährleistet sein

Der Bund hat heute seine Empfehlungen in Bezug auf die Kehrichtabfuhr in den Gemeinden und den Betrieb der Entsorgungshöfe in der ausserordentlichen Lage wegen des Coronavirus veröffentlicht. Diese enthalten auch Anweisungen zum Verhalten der Bevölkerung. Der Kanton Aargau als Vollzugsbehörde im Bereich der Abfallentsorgung unterstützt die Empfehlungen und die daraus abgeleiteten Massnahmen und hat umgehend die Gemeinden und weitere Beteiligte im Prozess der Abfallentsorgung informiert.

Die Gewährleistung der Entsorgungssicherheit auch in der aktuellen ausserordentlichen Lage wegen des Coronavirus ist unbedingt notwendig, weil auch die Entsorgung von Abfällen zur Grundversorgung der Bevölkerung zählt. Dazu stellen sich eine Reihe von Fragen: In welcher Form und in welchem Umfang sollen in der ausserordentlichen Lage die Entsorgungsdienstleistungen der öffentlichen Hand, insbesondere der kommunalen Kehrichtabfuhr und der Betrieb der Entsorgungshöfe, angeboten werden? Wie soll die Bevölkerung mit ihrem Hauskehricht umgehen? Zu diesem Fragen hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) und der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) Empfehlungen und Massnahmen erarbeitet und gestern publiziert.

Kehrichtsammlung in den Gemeinden

Die kommunale Sammlung von Kehricht und Grüngut aus Privathaushalten soll weiterhin gewährleistet werden, mit folgenden Empfehlungen an die Bevölkerung:

  • Im privaten Haushalt sollen Abfälle wie Masken, Taschentücher, Hygieneartikel und Papierhandtücher unmittelbar nach Gebrauch in Plastiksäcken gesammelt werden.
  • Diese Plastiksäcke werden ohne zusammenpressen verknotet und in Abfalleimern mit Deckel gesammelt. Die Abfalleimer sind mit dem Abfallsack der Gemeinde ausgestattet.
  • Die zugebundenen Abfallsäcke der Gemeinde werden wie üblich als Hauskehricht entsorgt.
  • In Haushalten, in denen erkrankte oder unter Quarantäne stehende Personen leben, soll zudem auf die Abfalltrennung verzichtet werden, d.h. auch die ansonsten separat gesammelten Abfälle wie PET-Getränkeflaschen, Aludosen, Altpapier etc. sollen mit dem normalen Kehricht entsorgt werden. (ausschliessen von Infektionsgefahr). Ebenfalls sollen keine Abfälle in die Grüngutsammlung oder in den Kompost gegeben werden, sondern sie sind auch mit dem Kehricht zu entsorgen.

Sammelstellen in den Gemeinden

Die öffentlichen betreuten sowie nicht betreuten Sammelstellen sollen weiterhin betrieben werden. Ein "Tropfensystem" für den Zugang ist einzurichten. Insbesondere bei nicht betreuten Sammelstellen sind die Verhaltensregeln für die Bevölkerung gut sichtbar anzubringen (Plakate).

Für die Bevölkerung gilt Folgendes:

  • Sammelstellen nur aufsuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Nicht verderbliche und saubere Abfälle für die Separatsammlung sollen möglichst zuhause gelagert werden.
  • Die Abfallverbrennung im Garten oder in Cheminées ist auch in der aktuellen Situation verboten.

Recyclingbetriebe

Der Betrieb in den Recyclinganlagen soll aufrecht gehalten werden. Dabei sind insbesondere alle Aspekte betreffend Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (Arbeitnehmerschutz) strikte einzuhalten. Falls dies nicht möglich ist, ist der Betrieb einzustellen.

Der Kanton Aargau unterstützt diese Empfehlungen und Massnahmen und hat bereits die Gemeinde und weitere Beteiligte im Prozess der Abfallentsorgung informiert sowie die Informationen auf der Webseite www.ag.ch/coronavirus aufgeschaltet.

  • Regierungsrat
  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt
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