Navigation

Sprunglinks

zurück

Coronavirus (COVID-19) – Verstärkter Schutz besonders gefährdeter Personen – Empfehlungen für die Arbeitswelt

Kanton Aargau intensiviert Kommunikationsmassnahmen für Risikogruppen

Der Bundesrat hat heute den Schutz besonders gefährdeter Menschen (Personen ab 65 Jahren und Personen mit bestimmten Grunderkrankungen) ins Zentrum der Strategie zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie gestellt. Der Kanton Aargau wird die betreffenden Zielgruppen nochmals speziell über die Verhaltensmassnahmen und -empfehlungen informieren. Weiter hat das BAG auf Anfang nächste Woche neue Empfehlungen für die Betreuung von angesteckten und mit ihnen in Kontakt gekommenen Personen angekündigt. Der Kanton Aargau wird die Auswirkungen dieser Empfehlungen prüfen und die notwendigen Anpassungen der bisherigen Regelungen vornehmen.

Mit neuen Empfehlungen für die Gesamtbevölkerung und die Arbeitswelt will der Bundesrat eine grössere Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) verhindern oder verlangsamen. Dabei rückte er den Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten Personen ins Zentrum. Dies mit dem Ziel, schwere Erkrankungsfälle und Todesfälle sowie eine Überlastung der Gesundheitseinrichtungen zu verhindern.

Besonders gefährdet gelten gemäss Bundesrat Personen ab 65 Jahren und Personen mit bestimmten Grunderkrankungen, insbesondere chronischen Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, geschwächtem Immunsystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei diesen Personen besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Krankheit schwer verläuft. Dagegen ist die Rate an schweren Fällen bei gesunden Personen unter 60 Jahren gering.

Der Kanton Aargau wird in den kommenden Tagen die Informations- und Aufklärungsaktivitäten für diese vom Bundesrat als besonders gefährdet bezeichneten Personengruppen nochmals intensivieren. Dabei geht es vor allem darum, dass die bisher kommunizierten Empfehlungen und Verhaltensmassnahmen strikte eingehalten werden.

BAG kündigt Anpassungen bei der Betreuung von Betroffenen an

Das BAG hat heute Freitag Anpassungen bei den Empfehlungen zur Betreuung von infizierten Personen und Personen, die mit ihnen in Kontakt standen, angekündigt. Bereits seit gestern gilt im Kanton Aargau, dass mit dem Coronavirus infizierte Personen bei gutem Gesundheitszustand und unproblematischem Krankheitsverlauf nicht mehr in Spitälern oder speziellen Einrichtungen isoliert werden, sondern zuhause. Personen, die mit infizierten Personen Kontakt hatten, müssen ab sofort nur dann zuhause bleiben, wenn sie Erkältungs- und Grippesymptome haben; wenn sie ausserordentlich starke, gesundheitsgefährdende Beschwerden haben, sollen sie den Hausarzt kontaktieren. Dieser wird dann über allfällige weitere Massnahmen beschliessen.

Der Kantonsärztliche Dienst wird die vom BAG auf Wochenbeginn angekündigten neuen Empfehlungen analysieren und die für den Kanton Aargau geltenden Bestimmungen bei Bedarf entsprechend anpassen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Auswirkungen auf die Schulen.

Das BAG empfiehlt zum jetzigen Zeitpunkt dringend, Schulen grundsätzlich nicht zu schliessen. Unter anderem auch, weil Schulschliessungen häufig zu einer erhöhten Durchmischung der Generationen führe, da die Kinder oft von den Grosseltern betreut werden müssten. Dies sei im Moment möglichst zu vermeiden.

Seit 28. Februar 2020 sind rund 960 Veranstaltungsgesuche beim Kantonsärztlichen Dienst (KAD) eingegangen. Die neuen Empfehlungen des Bundesrats, des BAG und des Kantonsärztlichen Dienstes haben keine Auswirkungen auf bereits erteilte Bewilligungen.

Information über die Auswirkungen auf Aargauer Wirtschaft am Montag

Der Kanton Aargau wird am Montag, 9. März 2020, in Abstimmung mit der Aargauischen Industrie- und Handelskammer sowie dem Aargauischen Gewerbeverband über die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Aargauer Wirtschaft und die in diesem Zusammenhang geplanten Massnahmen informieren. Der Kanton Aargau wird dabei auch nochmals auf die vom Bund für die Arbeitswelt erlassenen Empfehlungen eingehen; zum Beispiel, dass Pendler das Reisen zu Stosszeiten im öffentlichen Verkehr soweit möglich zu vermeiden.

Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung

Umfassende Informationen zum neuartigen Coronavirus (COVID-19) sind auf der Webseite des BAG zu finden:

www.bag.admin.ch/neues-coronavirus (öffnet in einem neuen Fenster)

Unter anderem die wichtigsten Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung:

  • Häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel;
  • Hände schütteln vermeiden;
  • Husten und Niesen in Wegwerf-Papiertaschentücher oder in die Armbeuge;
  • Kontakt zu Personen mit Husten- und Schnupfen-Symptomen meiden;
  • Zuhause bleiben, wenn man selber unter Husten, Atemwegbeschwerden und Fieber leidet;
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation;
  • Abstand halten.

Das BAG hat eine Telefon-Infoline für Fragen zum Coronavirus eingerichtet: +41 58 463 00 00, täglich 24 Stunden

Das Informationsbedürfnis ist aktuell sehr gross, es kann zu längeren Wartezeiten kommen.

Mailadresse für Fragen betreffend den Kanton Aargau

Informationen zum Coronavirus (COVID-19), die den Kanton Aargau betreffen, sind auf der kantonalen Webseite www.ag.ch/coronavirus zu finden.

Für Fragen rund um das Coronavirus (COVID-19), die den Kanton Aargau betreffen, wurde für die Bevölkerung eine Mailadresse eingerichtet: coronavirus@ag.ch

  • Regierungsrat
  • Departement Gesundheit und Soziales
zurück