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Neuste Erkenntnisse zur Gesundheit der Aargauer Bevölkerung

Im Sinn einer umfassenden Gesundheitsförderung und Prävention begleitet der Kanton die Aargauerinnen und Aargauer in jeder Lebensphase – von klein auf bis ins hohe Alter. Erstmals liegen repräsentative Daten zur Gesundheit der Aargauer Bevölkerung vor, die im Rahmen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 (SGB17) und der Studie "Health Behaviour in School-aged Children" (HBSC) 2018 erhoben worden sind.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt alle fünf Jahre eine Gesundheitsbefragung durch. Diese gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten der Schweizer Bevölkerung. Zur Grundgesamtheit der seit 1992 durchgeführten Befragung gehören alle Personen ab 15 Jahren, die in privaten Haushalten leben. Um repräsentative Daten zur Gesundheit der Aargauer Bevölkerung zu erhalten, hat der Kanton bei der SGB17 eine erweiterte kantonale Stichprobe in Auftrag gegeben. Eine kantonale Datenerhebung und -auswertung erfolgte auch im Rahmen der HBSC-Studie 2018, bei der 11- bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler zu ihrer Gesundheit sowie zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen befragt wurden.

Das Wichtigste in Kürze

Die Sektion Gesundheitsförderung und Prävention der Abteilung Gesundheit, Departement Gesundheit und Soziales, informiert in der Broschüre Gesundheit im Kanton Aargau (PDF, 14 Seiten, 2.5 MB) umfassend über die Befragungsergebnisse 2017/18.

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten im Überblick:

  • 20,2 Prozent der Aargauer Erwerbstätigen litten 2017 an ihrem Arbeitsplatz immer oder meistens unter Stress. 15- bis 39-Jährige sind öfters betroffen als 40- bis 64-Jährige.
  • Jede siebte Person im Kanton Aargau fühlt sich psychisch belastet. 34,5 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer berichten von Depressionssymptomen. Im Vergleich zum Jahr 2012 entspricht dies einer Zunahme von 8,5 Prozent. Im Jahr 2017 waren 6,2 Prozent der befragten Personen wegen eines psychischen Problems in Behandlung.
  • Mehr als drei Viertel der Aargauer Bevölkerung trainiert regelmässig oder bewegt sich ausreichend. Der Anteil von Adipositas-Betroffenen nimmt jedoch stetig zu. Dieser ist von 1992 bis 2017 von 5,8 Prozent auf 14,0 Prozent gestiegen. Für 43,6 Prozent der befragten Personen ist der relativ hohe Preis für gesundes Essen ein Hinderungsfaktor, um sich ausgewogen zu ernähren.
  • Rund ein Viertel der Aargauer Bevölkerung raucht täglich oder gelegentlich. Dieser Anteil hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. 9,6 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer trinken täglich Alkohol. Der tägliche Konsum ist bei den über 65-Jährigen stärker verbreitet als in anderen Altersgruppen. Im Gegensatz zum chronisch riskanten Alkoholkonsum hat der punktuell risikoreiche Konsum, das sogenannte "Rauschtrinken", zugenommen. Letzteres betrifft 12 Prozent der Aargauer Bevölkerung.
  • 87,7 Prozent der Aargauer Schulkinder beschreiben ihren Gesundheitszustand als gut oder ausgezeichnet. Die 11-jährigen Schulkinder öfters als die 15-jährigen (91,2 Prozent gegenüber 84,3 Prozent) und Jungen öfters als Mädchen (89,4 Prozent gegenüber 85,8 Prozent). Beim Tabak- und Alkoholkonsum hat sich der Anteil konsumierender Schulkinder seit 2002 entscheidend verringert.

Die aargauspezifischen Ergebnisse erlauben, wichtige epidemiologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und sind wegweisend für die Weiterentwicklung der bestehenden Schwerpunktprogramme der Gesundheitsförderung: Ernährung und Bewegung, Psychische Gesundheit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsfördernde Schulen. Die Fachstelle Sucht des Kantons Aargau wird die aktuellen Trends und Herausforderungen in ihrer Präventionsarbeit und den Beratungsangeboten ebenfalls berücksichtigen.

  • Departement Gesundheit und Soziales
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