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Durchschnittliche Kosten pro Pflegetag in Kliniken sinken

Erkenntnisse aus vier aktuellen Gesundheitsstatistiken

Die Aargauer Gesundheitsstatistiken 2018 zeigen: Die durchschnittlichen Kosten für stationäre Behandlungen in Kliniken sinken, das Alter beim Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim nimmt weiter zu und die Anzahl Spitex-Betriebe geht das erste Mal in fünf Jahren leicht zurück.

Die neu erschienenen Publikationen von Statistik Aargau zur Krankenhaus- und Medizinischen Statistik sowie zur Statistik der Alters- und Pflegeheime (SOMED) und zur Spitex-Statistik 2018 geben einen Überblick über die Tätigkeit in den Kliniken und über die Pflege und Unterstützung älterer Menschen im Kanton Aargau. Beleuchtet werden die Themenkreise Finanzen, Mitarbeitende sowie Klientinnen und Klienten.

Häufigste Hospitalisierungsgründe

Die häufigsten Ursachen einer Hospitalisierung in einer aargauischen Klinik im Jahr 2018 waren Verletzungen aller Art, dicht gefolgt von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (z.B. Arthrose, Rückenbeschwerden) und des Kreislaufsystems (z.B. Herz, Blutgefässe).

Die durchschnittlichen Kosten für stationäre Behandlungen in Kliniken pro Tag sind im letzten Jahr von 1'219 auf 1'208 Franken gesunken. Die Kosten pro Tag haben mit Ausnahme der Rehabilitationskliniken in allen Kliniktypen abgenommen. Die Zahl der Hospitalisierten in Kliniken ist gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent zurückgegangen, während der Bettenbestand um 0,4 Prozent angestiegen ist.

Alter bei Heimeintritt nimmt zu

Das durchschnittliche Alter bei Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim betrug 81,34 Jahre im 2018. Seit 2010 hat sich das durchschnittliche Eintrittsalter um knapp neun Monate erhöht.

2018 betrug der durchschnittliche Pflegebedarf bei Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim 93 Minuten pro Tag. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Minute mehr.

Im Vergleich zu 2010 wurden von den über 80-jährigen Personen 359‘011 Stunden mehr (+86,4 Prozent) pflegerische, hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Spitex-Leistungen beansprucht.

Deutlich gestiegene Kosten

Sowohl im Krankenhausbereich wie auch in Alters- und Pflegeheimen und bei der Spitex sind die Betriebskosten angestiegen. In Spitälern stiegen die Kosten 2018 im Vergleich zu 2010 um 40,6 Prozent. Dieser Anstieg kann teilweise dadurch erklärt werden, dass in der Krankenhausstatistik vermehrt das ganze Unternehmen abgebildet wird.

Die Betriebskosten der stationären Langzeitpflege in Heimen stiegen zwischen 2010 und 2018 um 38,9 Prozent. Dies ist vor allem auf eine Zunahme der Pensionskosten und der KVG-Pflegekosten zurückzuführen. 2018 betrugen die Gesamtkosten für die Spitex 98,3 Prozent mehr als 2010.

  • Departement Finanzen und Ressourcen
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