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"Cirque d'ArgoVin" bereicherte mit einem spritzigen Auftritt die Fête des Vignerons 2019

Der Aargau zeigte am 6. August mit 1'500 Teilnehmenden bei schwierigen Witterungsbedingungen einen vielseitigen Auftritt und erhielt viel Aufmerksamkeit und Anerkennung

Der Aargau zeigte am 6. August 2019 an der Fête des Vignerons 2019 in Vevey einen starken, vielseitigen Auftritt: Die unter dem Motto "Cirque d'ArgoVin" stehende Kantonspräsentation erhielt von den Festbesuchern und den 1'500 Teilnehmenden viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die spritzige Kombination von circensisch-musikalischen Einlagen und Aargauer Weingenuss kam beim Publikum gut an. Dabei sorgten nicht nur die Darbietenden für Spektakel. Sie standen in "Konkurrenz" zur Wetterszenerie: Der "Cirque d'ArgoVin" musste seine Darbietungen rund um teilweise heftige Gewitterstürme herum improvisieren. Landammann Urs Hofmann und Landstatthalter Markus Dieth würdigten in ihren Ansprachen den Landesteile-verbindenden Charakter der Fête des Vignerons 2019 sowie des Kultur- und Traditionsgutes Weinbau.

Die alle zwei Jahrzehnte stattfindende Fête des Vignerons ist mit dem spektakulären Winzerfestspiel, den farbenprächtigen Umzügen und dem rauschenden Volksfest eine der grössten Folklore-Veranstaltungen der Welt. 2019 werden in Vevey eine Million Besucherinnen und Besucher erwartet; das Budget umfasst rund 100 Millionen Franken. Heuer finden erstmals Kantonstage statt.

Der Aargau zeigte am Dienstag, 6. August 2019, in Vevey einen starken und viel beachteten Auftritt mit insgesamt rund 1'500 Teilnehmenden. Bereits der Einzug der mit dem Extrazug angereisten Kantons-Delegation vom Bahnhof ins Festgelände versprühte Aargauer Lebensfreude. Eine gemischte Truppe aus Musikerinnen und Musikern der Zirkus-Brassband "Circa Tsuica", der Stadtmusik Aarau und befreundeten Musikgesellschaften aus dem ganzen Kanton führte die von Landammann Urs Hofmann und Mitgliedern der Confrérie des Vignerons angeführte Delegation an den Lac Léman. Sogar von einigen Balkonen aus bespielten die Aargauer Musikerinnen und Musiker den fröhlichen Umzug.

Aargauer Apéro vor dem Festspiel

Beim anschliessenden Apéro am Zeltstand von Aargau Tourismus stimmten sich die in blaue Winzerschürzen gekleideten Besucherinnen und Besucher auf das grosse Festspiel in der 20'000 Personen fassenden Arena ein. Die rund zweieinhalbstündige Show mit über 5'000 Laiendarstellenden aus der Region und über 1'000 Musizierenden und Choristen erzählt mit aufwändig inszenierten Bildern den Jahreslauf des Winzerlebens.

Beim Mittagessen der Ehrengäste am Seeufer würdigte Landwirtschaftsdirektor Markus Dieth in einem kurzen Grusswort die Arbeit der Aargauer Winzerinnen und Winzer: "Der Aargauer Wein ist noch nie so gut gewesen wie heute, dabei darf er immerhin auf eine 2000-jährige Geschichte zurückblicken". Er lobte weiter die Anstrengungen der Weinbauunternehmen sowie Weinbaugenossenschaften: "Der Effort von vielen gut ausgebildeten, ideenreichen und qualitätsbewussten Winzerinnen und Winzern hat dem aargauischen Weinbau seit der letzten Fête des Vignerons ungeheuren Schwung verliehen. Der Aargauer Wein steht heute für Vielfalt und Qualität. Er ist damit ein Abbild unseres Kantons."

Wetterkapriolen am Nachmittag

Nach anfänglich schwül-warmen Temperaturen stellten am Nachmittag die Wetterkapriolen die Künstlerinnen und Künstler des Cirque d'ArgoVin und die Organisation des Aargauer Auftritts auf eine harte Probe. Der als "Grande Finale" geplante Abschluss des Aargauer Tags mit circensischen und musikalischen Highlights musste wegen der für den Nachmittag und Abend prognostizierten Gewitterfronten vorverschoben werden, wobei diese Vevey früher und heftiger erreichten als erwartet.

Immerhin konnten kürzere Abschnitte von Wetterberuhigungen genutzt werden, um die Kernelemente des von Roman Müller und Laura Olgiati, Organisatoren des Aarauer Zirkusfestivals cirqu', konzipierten Cirque-d'ArgoVin-Programms doch noch einigermassen trocken über die Bühnen gebracht werden. Zum Beispiel die Zirkusanimation "Circus Luna" und die Aufführungen von "Cie Roikkuva" ("ohne Louis"), der "Compagnie E1nz" ("Le Bistro") sowie der "Kapelle Sorelle" (Charlotte Widmer & Ursina Gregory).

Einige Elemente des Aargauer Programms konnten jedoch nicht oder nur verkürzt gezeigt werden. Auf der Bühne des Westschweizer Fernsehens RTS gewährte zum Beispiel der Zirkus Monti gerade einen Einblick in sein neues Programm, als erneut ein heftiges Gewitter über Vevey niederging. Aus Sicherheitsgründen wurde die Show unterbrochen. Nach kurzer Zeit trommelten die diversen Musikerinnen und Musiker die Gäste aber für den weiteren Verlauf des Schlussprogramms wieder zusammen. Der guten Stimmung und der Freude am Wein konnte der Regen alles in allem aber nichts anhaben.

"Grand Vin du Crocodil" aus dem Seetal als Konkurrenz zum "Eidechsli"-Wein aus Aigle?

Landammann Urs Hofmann: "Der Aargau hat mit seinem Gastauftritt die Fête des Vignerons bereichert." Bild vergrössern
Kanton Aargau

Landammann Urs Hofmann hielt sich in seiner Festrede denn auch nicht lange mit den Wetterkapriolen auf. Er freue sich, dass so viele Aargauerinnen und Aargauer mit dem Regierungsrat nach Vevey gereist seien, um die Freundschaft mit den welschen Compatriotes und allen Besucherinnen und Besuchern der Fête des Vignerons zu pflegen, "und die Früchte der Arbeit in den Rebbergen zu geniessen und zusammen einen Tag voller Lebensfreude zu verbringen." Gut gelaunt zeigte er zum Schluss seiner Rede eine Flasche Waadtländer Aigle "les Murailles" in die Runde, in der Deutschschweiz als "Eidechsli-Wein" bekannt. Mit Blick auf die (zurzeit noch nicht verifizierte) Kaiman-Sichtung im Hallwilersee vermutete er, dass der Eidechse bald ein "Grand Vin du Crocodil" aus dem Seetal Konkurrenz machen könnte.

Menschliches Mobile bildete Schluss- und Höhepunkt des "Grande Finale"

Das eindrückliche Schlussbild des "Grande Finale" bildete das "Mobile Homme" der Artisten-Truppe "Transe Express". Sechs Tambouren und eine Akrobatin wurden vom Arm eines grossen Kranwagens in die Höhe gezogen und gestalteten über den Köpfen des Publikums eine spektakuläre Darbietung, unter anderem im musikalischen Wechselspiel mit der "Bodentruppe". Dies alles vor der Kulisse einer über den Genfersee ziehenden Gewitterfront.

Das "Mobile Homme" bildete buchstäblich den Höhe- und gleichzeitig auch den Schlusspunkt der Cirque-d'ArgoVin-Darbietungen. Aber noch lange nicht das Ende des Kantonstages an der Fête des Vignerons. Die Aargauerinnen und Aargauer feierten im von Aargau Tourismus betriebenen Kantonszelt, beim Degustationsstand des Branchenverbandes Aargauer Wein und in den vielen Festbeizen am Quai und in der Altstadt eine fröhliche Party, begleitet von spontanen Musikeinlagen und Dauerregen – bis zur Abfahrt des Extrazugs zurück in den Aargau. Schlussfazit von Landammann Urs Hofmann: "Der Aargau hat mit seinem Gastauftritt die Fête des Vignerons bereichert."

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