Privatanstalt im ehemaligen Kloster Olsberg (1808-1835)


Bereits im Gesetz "Über den Fortbestand der Klöster, ihre Novizen-Annahme und Beiträge zu Schul- und Armenanstalten" vom 29. Mai 1805 wurde unter §11 der Kleine Rat beauftragt, die Grundlagen zur Umwandlung des früheren Damenstiftes Olsberg in eine Erziehungsanstalt für die weibliche Jugend zu schaffen. 1808 erschienen die vom Pfarrer und Botaniker Joseph Anton Müller verfassten Statuten der weiblichen Erziehungsanstalt zu Olsberg. Die Erziehungsanstalt finanzierte sich über die Erträge des Stiftsvermögens.
 
Die Erziehungsanstalt wurde 1809 eröffnet. Bei der Revision das Schulgesetzes von 1833 bis 1835, wollte man unter Berücksichtigung der staatlichen Verhältnisse ein Lehrerinnenseminars einrichten. Olsberg galt als möglicher Standort für ein Lehrerinnenseminar.
 
Die Idee eines Lehrerinnenseminars scheiterte an der Opposition im Grossen Rat. 1839 nahm für kurze Zeit Josephine Stadlin die Idee eines Lehrerinneninstituts in Olsberg auf. Sie hatte bereits im Töchterinstitut Aarau gearbeitet. Nach mehreren Rückschlägen gab sie dieses Projekt 1841 auf. Kurze Zeit später wurde in Olsberg eine Armenerziehungsanstalt eingerichtet und diese 1860 in eine kantonale Rettungsanstalt umgewandelt.


4-3-1t.pdf (3119.55 KB) Inspektionsbericht A. Kellers über das Institut Olsberg 1840

4-3-2t.pdf (3216.75 KB) Beschwerde Josephine Stadlins über die Missstände in Olsberg 1840

Literatur
Kretz, Franz. Schritte aus dem Haus. Anfänge und Jugendzeit der Lehrerinnen-Bildung in Aarau. Aarau 1994.


 
Ansicht des Klosters Olsberg um 1864
Ansicht des Klosters Olsberg
um 1864
StAAG GS/01426-1

Allgemeines

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