Kantonsschule



Unterricht, Aufgaben und Prüfungen beanspruchten einen grossen Teil der Freizeit. Zudem hielten die Lehrer die Kantonsschüler dazu an, sich auch ausserhalb der Schulstunden der Wissenschaft zu widmen. Die Kantonsschule verlangte nicht nur im Unterricht Fleiss und Einsatz. Vielmehr hatten die Kantonsschüler ausserhalb der Anstalt korrekt aufzutreten.
Trotz rigoroser Strafen liess sich die geforderte Disziplin, insbesondere das Wirtshausverbot, nicht immer durchsetzen. Mit der Zeit entwickelten die Kantonsschüler eigene Rituale, um besondere Anlässe zu begehen: so entstand etwa der Brauch des „Uselütete“, an dem die Abschlussklasse nach der letzten Stunde unter Glockengeläut die Schule verliess.
 
An der Kantonsschule entstanden verschiedene Vereine, so bereits 1824 eine Sektion der Studentenverbindung Zofingia, 1830 der Kantonsschul-turnverband (KTV) und 1859 die Kantonsschülerverbindung Industria. Von der Kantonsschule ursprünglich kritisch beobachtet und zum Teil von Verboten bedroht, entwickelten sich diese Vereine zu einer tragenden Säule der Kantonsschule und der Gesellschaft.


3-1-1t.pdf (1338.61 KB) Lobgesang auf die Kantonsschule in Aarau 1809

3-1-2t.pdf (540.01 KB) Kündigung des Schreiblehrers Schmuziger 1836

Literatur
Staehelin, Heinrich. Die Alte Kantonsschule Aarau 1802-2002. 200 Jahre aargauische Mittelschule. Aarau, 2002.


 
Ansicht der Alten Kantonsschule 1835
Ansicht der Alten Kantonsschule 1835
StAAG GS/00011-2

Allgemeines

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