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Woher kommt der Name "Aargau"? Die Bezeichnung "Aar-Gau" entstand aus der Gebietseinteilung der fränkisch-merowingischen Verwaltung, die im frühen Mittelalter das Gebiet des heutigen Aargau beherrschte. Sie teilte im 8. Jahrhundert ihr Reich in Amtsbezirke, so genannte Gaue ein. Der Aar-Gau umfasste das Gebiet entlang der Aare bis zu deren Quellgebiet und hatte mit den heutigen Kantonsgrenzen wenig gemein. In der Nähe von Brugg stiessen Aar-Gau, Thur-Gau und Augst-Gau zusammen. Die Aargauer Gemeinde Turgi erinnert an diese unmittelbare Nachbarschaft. Wenn man dort die Reuss überquerte, kam man ins "Turgi", eben den Thur-Gau. Was bedeutet das Aargauer Kantonswappen?
Weil sich der Schöpfer des Wappens, Samuel Ringier aus Zofingen, nicht über seine Motivwahl für das Aargauer Kantonswappen 1803 äusserte, sind heute vier Deutungen im Umlauf:
Wieso heisst der Aargau auch "Rüebliland"?
Wann der Begriff Rüebliland als Bezeichnung des Kantons Aargau aufkam, ist unklar. Möglicherweise ist die Bezeichnung eine Ableitung von "Rübenland", einer Bezeichnung für den Berner Aargau, wo viele Rüben produziert werden. Karotten (oder eben "Rüebli") wurden hingegen vor allem im Wallis, im Berner und Freiburger Seeland und im Thurgau angepflanzt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts muss das Rüebli als Symbol für den Aargau populär geworden sein. Postkarten mit Dorf- und Städtebildern wurden mit Rüebli verziert. Der Begriff "Rüebliland" verselbständigte sich in ähnlicher Weise wie "Mostindien" als Bezeichnung für den Thurgau. Woher kommt die Bezeichnung "Kulturkanton" Aargau? 1811 gründeten progressive Aargauer – unter ihnen auch der Politiker und Schriftsteller Heinrich Zschokke und der Verleger Heinrich Remigius Sauerländer – die "Gesellschaft für vaterländische Kultur" oder kurz "Kulturgesellschaft". Die Gesellschaft setzte sich zum Ziel, Wohlstand und Bildung des Volkes zu fördern. Die damit verbundene vielseitige Tätigkeit strahlte in die ganze Schweiz aus und führte dazu, dass der Aargau teils bewundernd, teils spöttisch als Kulturkanton bezeichnet wurde. |