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Tenero 2011 - Glücksfall Tenero
Wie jedes Jahr hatte die Aargauer Jugend auch in diesen Sommerferien die Chance, im Centro sportivo in Tenero eine unvergessliche Woche zu erleben. Das vom BKS organisierte Jugendsportcamp lockte dann auch dieses Mal wieder 200 Jugendliche ins Tessiner "Zeltdorf". Dass das Sportlager eine Woche später stattfand als in den vergangenen Jahren, erwies sich als Glücksfall. Mit den Temperaturen der letzten Jahren konnte das "Tenerolager" 2011 zwar nicht mithalten, dennoch dürften viele der 200 Jugendlichen sowie der 30 Leitenden froh gewesen sein, dass das Thermometer nicht bei der 10-Gradmarke herumkrebste, wie dies in der Woche zuvor teilweise der Fall gewesen war.
Das Stimmungsbarometer, das wohl entscheidenste Mass für das Gelingen eines Lagers, erwies sich dann aber sowieso als weitgehend wetterunabhängig – bei strömendem Regen im Flutlicht Beachvolleyball spielen? So einige wollten sich diesen Spass nicht entgehen lassen. Programmänderung Polysportturnier in der Halle statt Baseball auf dem Rasen? Kein Problem für einen Grossteil der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Wochenablauf
Nach dem sonntäglichen Fussballturnier, an dem sich alle Jugendlichen beteiligten, stand der Montag ganz im Zeichen der sogenannten "Hauptsportart": Bereits vor dem Lager entschieden sich die jungen Sportlerinnen und Sportler für eine Sportart, die sie in dieser Woche besonders intensiv begleiten würde. Die Auswahl war gross; die Teilnehmenden hatten die Qual der Wahl zwischen diversen Ballsportarten (Volleyball, Unihockey, Fussball, Baseball, Tennis, Basketball, Golf und Beachvolleyball); auf dem See wurde Segeln, Windsurfen und Kajak angeboten und wer sich vor allem für Style interessierte, wählte Streetdance, le Parkour oder Wasserspringen. Die gewählte Sportart begleitete die Jugendlichen dann die ganze Woche hindurch – vom Dienstag bis am Freitag stand jeweils am Morgen "Hauptsportart" auf dem Programm. Auf diese Weise erzielten die Jugendlichen teilweise sehr grosse Fortschritte – die Kontinuität und das Training zahlten sich schon bald aus. Am Dienstagnachmittag folgte dann der erste Wahlsportblock: während zwei Stunden eine Sportart entdecken, von der man vielleicht noch kaum gehört und die man noch nie gemacht hat - BMX, Golf, Bogenschiessen... Oder eine gemütliche Ausfahrt nach Locarno inklusive obligatorische Locarno-Glace? Oder die Hauptsportart eines Kollegen ausprobieren, von der dieser so schwärmte? Natürlich konnte nicht jeder Teilnehmerwunsch auf Anhieb erfüllt werden, aber der Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagnachmittag bot weitere Chancen, in seiner Lieblingswahlsportart eingeteilt zu werden.
Für die nimmersatten Sportbegeisterten bestand abends jeweils die Möglichkeit, im Rahmen von Sportturnieren die letzte Energie aus ihren Körpern zu kitzeln - sowohl für das Volleyball- und das Unihockey-, als auch das Basketball- und das Tischtennisturnier fanden sich begeisterte und faire Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wer sich am Tag bereits genug ausgepowert hatte, nützte den Abend zum jugend(-sprach-)gerechten hängen und chillen oder stellte im Rahmen von Singstar-sessions sein Gesangstalent unter Beweis.
Die Sache mit dem Glück
200 Jugendliche glücklich zu machen - keine leichte Aufgaben für die 30 Leitenden sowie die Hauptleitung, die dieses Jahr Markus Widmer und Christian Müller übernahmen. Dadurch, dass das Aargauer Tenerolager bereits über eine lange Tradition verfügt, geht es jeweils nur darum gewisse Details aufeinander abgestimmt werden - man erkennt schnell: vieles läuft hier wie am Schnürchen, und viele Teilnehmenden, die oft nicht zum ersten Mal dabei sind, tragen das Ihre dazu bei, dass die Woche schnell so richtig in Gang kommt. Die vielen lachenden Gesichter, die geröteten Wangen und das Strahlen der Jugendlichen zeigte dem engagierten Leiterteam, dass vieles gut läuft: "Gerade an den älteren Teilnehmenden hatte ich grosse Freude. Ihre positive, soziale aber auch innovative Art, die sie an den Tag legen, unterstützt ein Lager auf jeden Fall", meint Hauptleiter Widmer. "Sowieso haben 80 bis 90% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen super Job gemacht." Als Hauptleiter muss er sich zusammen mit Kollege Müller natürlich auch um die anderen Fälle kümmern. "Mobbing dulden wir nicht." Man merkt's - spätestens, wenn man sich auf der verfrühten Heimreise wiederfindet. Diese Konsequenz ist nötig - dafür, dass sich ein Grossteil der Jugendlichen wohl fühlt im Zeltdorf, dafür, dass man sich aufs Sporttreiben konzentrieren kann - und dafür, dass sich nicht wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits jetzt auf die nächste Tenero-Sportwoche freuen.
Sport: Gesetzliche Grundlagen
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