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Wie nachhaltig arbeitet unser Geld bei der Pensionskasse?

Eine Veranstaltung in Zeiten der Finanzkrise : «Nachhaltigkeit zum Zmittag» behandelte das Thema Pensionskassengelder. Rund 80 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Verwaltungsbereichen interessierten sich für die Informationen der Geschäftsführerin der Aargauer Pensionskasse APK und warfen spannende Fragen auf.

Das Bild zeigt eine Frau vor einer Leinwand und sitzende Leute.

Susanne Jäger erläutert die Ausgangslage für Anlageentscheide.

Angesichts der Finanzkrise stehen auch die Pensionskassen im Rampenlicht. Roberto Fröhlich, Generalsekretär des DFR, begrüsste im Naturama in Aarau Susanne Jäger, Geschäftsführerin der APK, und stellte den Bezug zwischen Kanton als Arbeitgeber und Pensionskasse her. Um die Leistungen der Pensionskasse zu sichern, brauche es eine dauerhafte Anlage des Geldes. Die interessanten Ausführungen und die angeregte Diskussion mitdemPublikum drehten sich um die Frage, was dieses Geld ökonomisch, sozial und ökologisch bewegt.

Wie wird das Geld der APK angelegt?
Notwendig für die Sicherung der Leistungen ist 2008 eine Soll-Rendite von 4,3 Prozent bei möglichst tiefem Risiko. Susanne Jäger zeigte anhand der Anlagestrategie APK die Anlagekategorien wie zum Beispiel Obligationen sowie deren Bandbreiten auf, in welchen sich der Anteil der Anlagekategorie am Gesamtvermögen bewegen soll. Da sich die verschiedenen Kategorien bezüglich Rendite und Risiko im gleichen Zeitraum unterschiedlich verhalten, umfasst die Anlagestrategie mehrere Anlagekategorien, um das Risiko zu verringern.

Und die nachhaltige Entwicklung?
Nachhaltige Entwicklung ist bis heute kein eigener Grundsatz im Anlagereglement. Trotzdem lässt die APK etwas mehr als ein Prozent des Vermögens durch die SAM (Sustainable Asset Management) verwalten, die für ihre Anlagen Nachhaltigkeitskriterien definiert hat. Das von der SAM verwaltete Vermögen trägt zur Zielrendite bei, weist aber ein höheres Risiko infolge weniger breiter Anlagen auf. Seit 2007 hat die APK die Anlagestiftung Ethos beauftragt, die Stimm- und Wahlrechte für alle Aktien wahrzunehmen. Ethos definiert für ihr Handeln ebenfalls Nachhaltigkeitskriterien in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Weiter unterstützt die APK eine nachhaltige Entwicklung mit Immobilienanlagen, wie zum Beispiel die Überbauung Gais in Aarau. Diese beinhaltet Wohnen im Alter, Gewerberäume und Lofts mit Minergie-Standard.

Gratwanderung im Anlageprozess
Im Anschluss ging Susanne Jäger auf die teilweise kritischen Fragen aus dem Publikum ein. Es bestehe eine Gratwanderung bei der Umsetzung der Anlagestrategie zwischen Zielrendite, Risikominimierung und sozial- und umweltverträglichenWirkungen der Anlagen. Das Engagement in nachhaltige Anlagen werde weiterentwickelt.

Text: Andreas Wolf, Susanna Bohnenblust, Stabsstelle Nachhaltigkeit BVU
Foto: Andreas Wolf
 

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