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Soziale Kompetenzen verbessern - Nicht nur Führungskräfte brauchen sie
Mehrere Kompetenzen tragen zum Berufserfolg bei. Im Führungsprozess sind soziale Kompetenzen besonders wichtig.
Norbert Thom ist Direktor des Instituts für Organisation und Personal (IOP) der Universität Bern.
Das Zusammenleben in Organisationen benötigt viele Kompetenzen, bzw. Fähigkeiten. Zu den fachlichen Kompetenzen zählen die Kenntnis und das Beherrschen spezieller Methoden, Verfahren, Prozeduren und Techniken eines bestimmten Sachbereichs (z.B. Rechnungs-, Bau-, Polizeiwesen). Die konzeptionelle Kompetenz bezeichnet im Wesentlichen die Fähigkeit, die Verwaltungseinheit als Ganzes und nicht nur unter speziellen fachlichen Aspekten zu sehen. Die dritte hier angesprochene Fähigkeitskategorie, die soziale Kompetenz, zeigt sich in der Fähigkeit, soziale Phänomene wahrzunehmen und soziale Prozesse zu beeinflussen. Führen: Soziales Multitasking Führung ist ein sozialer Interaktionsprozess, in dem die Führungsperson die Mitarbeitenden bei der Erfüllung gemeinsamer Aufgaben auf die Erreichung der Ziele der Institution auszurichten hat. Eine erfolgreiche Führungskraft muss beispielsweise kontaktfähig sein. Sie muss auf ihre Mitarbeitenden zugehen können, ihnen Ziele und Formen des eigenen Verhaltens offenlegen und ihnen auch Beratung anbieten. Ebenso sollte sie Meinungen und Ideen von anderen aufgreifen und weiterführen können. In jeder Verwaltungseinheit gibt es Konflikte sowohl auf der Sach- als auch auf der Beziehungsebene. Eine Führungsperson kann idealerweise frühzeitig Konflikte erkennen, zu ihrer Lösung beitragen und unterschiedliche Interessen auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Dazu benötigt sie ein hohes Mass an Integrations- und Teamfähigkeit. Eine weitere Komponente der sozialen Kompetenzen ist die Kommunikationsfähigkeit. Führungsarbeit besteht zu einem grossen Teil aus Kommunikation. Daher kann es wenig erstaunen, dass insbesondere die Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift viel zum Erfolg einer Führungskraft beiträgt. Führung ist ein ständiges Zusammenspiel von Vorgesetzten und Geführten. Letztere können durchaus Einfluss auf ihre Vorgesetzten nehmen, und zwar umso eher, je mehr sie selbst über die genannten sozialen Kompetenzen verfügen.
Text: Norbert Thom Foto: Simone Gloor
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