Klosterkirche

Geschichte

Das Kloster Königsfelden liegt unweit der Stammfeste Habsburg inmitten der römischen Ruinen von Vindonissa und stellt als habsburgischer Memorialbau ein bedeutendes Stück Familiengeschichte des Hauses dar. Anlass zur Gründung war die Ermordung König Albrecht I. am 1. Mai 1308 durch seinen Neffen Herzog Johann von Schwaben unweit des Reussübergangs von Windisch. Für das Seelenheil des Ermordeten gründete die königliche Witwe Elisabeth ein fürstliches Hausstift, das von den Habsburgern selbst Königsfelden benannt wurde.

Die Örtlichkeit ausserhalb einer Stadt ist für eine Bettel­ordens­niederlassung ungewöhnlich und erklärt die seltene Konzeption der Anlage als franziskanisch-klarissisches Doppelkloster. 1311 besiedelten die ersten sechs Mönche den Konvent, die Einschliessung der Nonnen erfolgte ein Jahr später. Dem privilegierten Nonnenstift gebührte von Anfang an der Vorrang. Nach dem Tode der Gründerin 1313 nahm deren Tochter Agnes, frühverwitwete Königin von Ungarn, das Kloster von 1317 in ihre Obhut und hatte wohl wesentlichen Anteil am Bau der Kirche und der Schaffung des Fensterzyklus. Nach ihrem Tod 1364 setzte der allmähliche Niedergang ein.

Mit der Eroberung des Aargaus durch Bern 1415 brach die Verbindung zum Stifterhaus; 1528 säkularisierte Bern im Gefolge der Reformation das in Selbstauflösung befindliche Kloster und nutzte die Gebäudlichkeiten als Landvogteisitz und Gutsbetrieb. 1804 richtete der junge Kanton Aargau seine Heil- und Pflegeanstalt (heute Psychiatrische Dienste Aargau) darin ein.


 
Nordost Ansicht Klosterkirche und Wappen von Königsfelden

Adresse / Kontakt

Klosterkirche Königsfelden
5210 Windisch
Tel. +41 (0)56 441 88 33

Museum Aargau
Tel. +41 (0)62 767 60 11

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und
allgemeine Feiertage
01.04.-31.10. : 10-17 Uhr
01.11.-31.03. : geschlossen

Sonderöffnungen
auf Anfrage möglich

Allgemeines

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