Nach dem Schema oberrheinischer Bettelordenskirchen mit basilikalem Querschnitt, flachgedecktem Langhaus und gewölbtem Chor entstand unter durchlaufendem First zwischen 1310 (Grundstein) und 1330 (Weihe) ein Bau von kristalliner Klarheit (restauriert 1983/86). Im Langhaus scheiden achteckige Pfeiler Haupt- und Seitenschiffe und tragen übergangslos die sieben spitzbogigen Arkaden, deren östliches Paar etwas weiter gespannt ist und den aus Überresten rekonstruierten Lettner aufnimmt. Im Mittelschiff befindet sich das habsburgische Erbbegräbnis, ein schwarzer Marmorkenotaph der Zeit um 1320. Davor führt ein Abstieg in die Gruft mit ehemals elf Bestattungen (seit 1807 in St. Paul in Kärnten).
Der lichtdurchflutet aufragende dreijochige Chor mit Fünfachtelschluss bildet einen Gegensatz zum kastenartig geschlossenen, lagernden Langhaus. Wanddienste tragen die in skulptierten Schlusssteinen mündenden Kreuzrippen. Wie teilweise auch am Langhaus bildet das aussen und innen durchlaufende Sohlbankgesims das einzige horizontal gliedernde Element. Die Masswerke der dreilanzettigen Fenster entsprechen sich paarweise und stehen stilistisch an der Wende von der Hoch- zur Spätgotik.
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