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BaugeschichteDie Turmburg Im späten 12. Jahrhundert gründeten die Herren von Hallwyl am Aabach, 700 m nördlich des Hallwilersees, eine kleine Burganlage. Die Burg bestand aus einem Wohnturm, der auf drei Seiten von einem Trockengraben umgeben war. Aussen waren die Turmmauern mit mächtigen Findlingen verkleidet, wie sie in der Gegend an zeitgleichen oder etwas jüngeren Burgtürmen oft anzutreffen sind. Ein zur Selbstversorgung der Burg dienender Wirtschaftshof war vermutlich älter als die Burg. Der Palas Für die allmählich anwachsende und an Bedeutung und Ansehen gewinnende Familie von Hallwyl wurde die Turmburg zu eng. Abhilfe bot ein um 1265 östlich des Wohnturms direkt am Bachufer errichteter Palas. Zwei Räume im Erdgeschoss dienten der Vorratshaltung. Im ersten und zweiten Obergeschoss befanden sich Wohnräume. Spätestens beim Bau des Palas, vermutlich aber schon bedeutend früher, wurde über den Aabach eine Brücke geschlagen. Die Wasserburg In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts residierte Johans I. von Hallwyl (1305–1348) auf der Burg. Er liess die bescheidene Turmburg im frühen 14. Jahrhundert zur zweiteiligen befestigten Wasserburg ausbauen. Im Sumpfland der Bachniederung wurde eine künstliche Insel aufgeschüttet, die auf drei Seiten von einer Ringmauer und allseitig von Wassergräben umgeben war. Neu errichtet wurden vorerst die Burgkappelle, ein hölzernes Backhaus und der heute noch bestehende Rundturm. Im Anschluss daran entstand das Alte Haus, ein grosser zweigeschossiger Wohnbau mit repräsentativem Charakter. Auch das Südhaus, der Vorgängerbau des Vorderen Hauses, wurde in dieser Zeit neu hinzugefügt. Zerstörung und Wiederaufbau der Burg Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahre 1415 wurde die Burg von Berner Truppen in Brand gesteckt. Verschont blieben nur der Wohnturm und einige Räume im Palas der Hinteren Burg. Der mehrjährige Wiederaufbau ging nahtlos in einen Ausbau der Burganlage über. Um 1420/25 wurde der Palas auf der hinteren Insel nach Süden erweitert. Geschütztürme, Kornhaus, Westbau und Nordtrakt Um 1500 liess Dietrich von Hallwyl (1462–1509) an den Ostecken der Hinteren Insel Geschütztürme (Verliesturm, Archivturm) mit dicken Mauern, Schiessnischen und -scharten errichten. Um 1520 wurde das Alte Haus auf der Vorderen Insel abgebrochen und Teile seiner Mauern zur Errichtung des heute noch bestehenden Kornhauses verwendet. Etwa zur gleichen Zeit wurde dem Vorderen Haus der dreigeschossige Westbau angefügt. Im dritten Viertel des 16. Jahrhunderts kam auf der Hinteren Insel der dem Palas angebaute zweigeschossigen Nordtrakt hinzu. Der Umbau zum Schloss Burkhard III. von Hallwyl (1535–1598) baute von 1578 bis 1590 die Burg zum Schloss aus. Treppentürme entstanden, Fassaden wurden neu aufgebaut und der Festsaal im Hinteren Schloss erhielt seine heutige Form. Auch die Schlossscheune entstand in dieser Zeit. Schlossmühle Eine Schlossmühle wurde bereits im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Das heute noch existierende Mühlengebäude stammt von 1637 und nimmt unmittelbar nördlich der Schlossanlage eine dritte Insel ein. Es bestand aus einem zweigeschossigen Steinhaus mit Satteldach und wurde im 19. Jahrhundert um Anbauten erweitert. Im Erdgeschoss befand sich der Mahlraum und im Obergeschoss die Wohnung des Müllers. Der Mahlraum mit 3 Mahlgängen ist den Besuchern heute als Museum zugänglich. In einem neuen Ersatzbau für die ehemalige Mühlenscheune ist ein Transportschiff aus dem 16. Jahrhundert ausgestellt. Das historisierende Umbauprojekt
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