Umgang mit schwierigen Schulsituationen

Gewaltprävention

Jede Schule und jede Lehrperson hat vielfältige Möglichkeiten, im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit gewaltpräventiv zu wirken. Damit sich schulische Präventionsarbeit jedoch nicht in unkoordinierten Einzelaktionen verliert, braucht es unter den schulischen Mitarbeitenden einen Konsens über die wichtigsten Ziele und Inhalte der Präventionsarbeit sowie darüber, wie diese in den unterschiedlichen schulischen Bereichen umgesetzt werden. Nur so können alle Verantwortlichen, einschliesslich des Hausdiensts und des Schulsekretariats, am selben Strang ziehen und ihre präventiven Bemühungen und Massnahmen systematisch aufeinander abstimmen.

Um als Schule diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, empfiehlt es sich, ein schulisches Präventionskonzept auszuarbeiten und in einem schulischen Leitbild festzuhalten.

Weiter wird empfohlen, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte in die Ausarbeitung schulischer Präventionskonzepte aktiv und systematisch einzubeziehen. Die Erfolgschancen erhöhen sich dadurch wesentlich.


Allgemein pädagogische Konzepte

Diese Konzepte gehören in den Schulalltag, auch wenn die Schule nicht durch einen Gewaltvorfall aufgerüttelt wurde. Diese Form von Gewaltprävention bezieht sich auf drei unterschiedliche Handlungsebenen:



Spezifische Massnahmen

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl an Gewaltpräventionsprogrammen entwickelt, die über die alltägliche Erziehungsarbeit hinaus gehen (z.B. No-Blame-Approach bzw. Ansatz ohne Schuldzuweisung bei Mobbing; Just-Community-Ansatz bzw. Ansatz Gerechte Gemeinschaft; vertragliche Verhaltensvereinbarungen; Peer-Mediationen, d.h. Einsetzen von Schülerinnen oder Schüler als Peacemaker bzw. Friedensstifter etc.). Mit diesen Massnahmen wird versucht, bewusst und gezielt gegen Gewalt vorzugehen und entsprechende Konfliktlösungskompetenzen zu entwickeln. Möchte eine Schule oder eine Lehrperson ein solches Gewaltpräventionsprogramm durchführen, empfiehlt es sich, zuvor mit der Beratungsstelle Gesundheitsbildung und Prävention der Pädagogischen Hochschule Aargau Kontakt aufzunehmen. So kann das für die Klasse bzw. für die Schule geeignetste Projekt ausgewählt und unter Umständen unter Mithilfe von Experten durchgeführt werden.


Beratungsstelle Gesundheitsbildung und Prävention der Pädagogischen Hochschule Aargau der FHNW
Fachhochschule Nordwestschweiz
Pädagogische Hochschule
Institut Weiterbildung und Beratung
Küttigerstr. 42
CH-5000 Aarau
T +41 62 838 90 35
www.fhnw.ch/ph/iwb/beratung/gesundheit


weiterfuehrende_informationen_zu_gewalt.pdf (40.21 KB) Weiterführende Informationen: Gewaltbegriff, Gewaltformen und Gewaltursachen.

Allgemeines

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