Geschichte der Wasserkraft
Die Nutzung von Wasserkraft hat früher einen wesentlichen Einfluss auf den Auf- und Ausbau von Gewerbe und Industrie gehabt. Erst mit der Produktion von Strom konnte die Energie auch über grössere Distanzen übertragen werden. Damit war die wirtschaftliche Grundlage für grosse Wasserkraftwerke gegeben. Aufgrund seines Wasserreichtums wurden bei Beginn der Elektrifizierung schon früh zahlreiche Wasserkraftwerke auf dem Gebiet des Kanton Aargaus errichtet. Dies hat den Auf- und Ausbau von zahlreichen Firmen in der Elektrotechnik gefördert und damit einen wesentlichen Beitrag zum heutigen Industriekanton Aargau geleistet.
Aargauer Wasserkraft heute
Heute zählt man im Kanton Aargau rund 25 grosse und mittlere Wasserkraftwerke an Aare, Limmat, Reuss und Rhein. Diese produzieren pro Jahr rund 3 Terawattstunden und decken rund 70% des Aargauer Stromverbrauches. Der Aargau liegt damit hinter den Kantonen Wallis, Graubünden und Tessin zusammen mit Bern an 4. Stelle. Die reichlich vorhandene Infrastruktur hat dazu beigetragen, dass der Aargau Standort für drei Kernenergieanlagen geworden ist. So kommt beinahe jede dritte KWh Strom aus dem Aargau.
Wasserkraft und Umwelt
Wasserkraft erfüllt als die wichtigste erneuerbare Energiequelle in Zukunft eine noch wichtigere Rolle. Wasserkraftwerke stellen aber auch Eingriffe in unsere Flusslandschaften dar. Mit ökologischen Ausgleichsmassnahmen können die Folgen dieser Eingriffnahme gemildert werden.