Departement Bildung, Kultur und Sport

Aktuelles

Weniger Lehrabbrüche durch Coaching von Lehrverhältnissen

Einführung einer neuen Massnahme zur Unterstützung von Lehrbetrieben
01.02.2010
Die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Kantons Aargau bietet ab diesem Jahr neu für alle Branchen und Berufe ein Coaching für schwierige Lehrverhältnisse an. Ziel ist, Lehrabbrüche zu verhindern.

Im Kanton Aargau engagieren sich insgesamt 5'476 Betriebe in der anspruchsvollen Ausbildung von insgesamt 16'984 Berufslernenden in über 220 Berufen.

Die Berufsbildungsverantwortlichen werden besonders in Krisensituationen bei ihren Betreuungs- und Begleitungsaufgaben übermässig gefordert. Probleme in Lehrverhältnissen können auch zu Lehrabbrüchen führen. Dies verursacht Kosten und erhebliche Umtriebe und wirkt sich für alle Betroffenen demotivierend aus.

Coaching im Betrieb

Ziel des neuen Coachings von Lehrverhältnissen ist es, Lehrabbrüche zu verhindern. Dabei unterstützt eine neutrale Fachperson die Berufsbildungsverantwortlichen in Krisensituationen direkt im Betrieb. Sie erarbeitet mit den Berufslernenden Strategien und Lösungen zur erfolgreichen Fortsetzung des Lehrverhältnisses.

Um ein Coaching in Anspruch nehmen zu können, kontaktieren die Betriebe die Berufsinspektorinnen und Berufsinspektoren der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule. Das Berufsinspektorat berät und trifft nach einer ersten Anhörung den Entscheid über ein allfälliges Coaching. Erfreulich ist, dass für das Bauhaupt- und Nebengewerbe der Baumeisterverband Aargau mit dem Projekt "Bauperspektive" das Coaching im Auftrag des Kantons durchführt. Damit steht ein kompetenter brancheneigener Dienstleister zur Verfügung.

Breit abgestützte Massnahme

Bereits im Rahmen des Massnahmepakets Vitamin L wurde für Berufe im gewerblich-industriellen Bereich ein Coaching für Lehrverhältnisse angeboten. Eine grossrätliche Motion gab den Anstoss, das bereits erprobte Instrument des Coachings, in seiner Ausgestaltung neu zu konzipieren. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Schulen, Beratungsdiensten und Verwaltung eingesetzt. Die Neukonzeption des Coachings ist auf den 1. Januar dieses Jahres vorerst in Form eines zweijähriger Pilotbetriebs in Kraft getreten.


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