Kulturkontakt Aargau-Belarus
Kurzfilme

In Aarau, Solothurn und Bern werden von September 2009 bis Januar 2010 von verschiedenen Regisseuren aus Belarus Kurzfilme gezeigt.



Three Angels.
Yulia Ruditskaya. animation, Belarus 2007. 4’  / ohne Sprache

Nicht alles, was auf der Erde etwas einbringt, kann man in den Himmel mitnehmen - eine visuelle Interpretation des traditionellen, weissrussischen Liedes "Try Yangali", drei Engel.
Yulia Ruditskaya, geboren 1982 in Minsk, wurde für "Three Angels" in Moskau und Poznan ausgezeichnet, in Bern erhielt sie dafür den Smart Joe am Shnit 2008. Gegenwärtig bildet sie sich in Moskau als Regisseurin für Animationsfilm aus.
 
Earth Art
Anna Sokolova. Belarus 2008, 8' / Oe

Ein Videodokument über eine Aktion des weissrussischen Künstlers Sergey Kiriushchenko aus Minsk. Er fragte zwei Bauern aus dem Dorf Makarovshchina, ein Feld nach einem bestimmten Konzept, seiner Zeichnung, zu pflügen. Anna Sokolova hebt dabei zwei Ebenen der Wahrnehmung dieses Vorhabens hervor, die der Pflüger und die des Künstlers.
Anna Sokolova ist 1975 in Minsk geboren. Sie verbrachte 2002 einen Atelieraufenthalt im Künstlerhaus Boswil. Verschiedene Studien in Le Fresnoy, Düsseldorf und Köln. Heute lebt sie in Düsseldorf, Deutschland.

Samagon
Eugen Schlegel und Sebastian Heinzel. Deutschland 2004, 12'  / Od
Babuschka Vera lebt in einem abgelegenen 53-Seelen-Nest im Westen von Belarus. Sie hält Gänse, backt Brot und brennt ihren eigenen Schnaps. Der Siebzigprozentige ist wohl nicht ganz unschuldig am frühen Tod der Männer im Dorf, doch gibt es auch eine legendäre Geschichte: Vera beherrschte schon während des 2. Weltkriegs die Schnapsbrennerei. Als deutsche Soldaten ins Dorf kamen, machte sie einen Handel mit ihnen: Samagon gegen die Unversehrtheit des Dorfes.
Samagon wurde mehrfach an internationalen Festivals ausgezeichnet.

Malye Azerki
Dmitri Makhomet. Frankreich 2006. 16'  / ohne Sprache

Malye Azerki ist ein Dorf in Belarus, wo der Regisseur jeden Stein, Baum und jedes Haus kennt. Ein Porträt der Menschen in ihrem Raum zwischen Bewegung und Stillstand, wo jede Geste an den gegenwärtigen Moment und die Erinnerung gebunden ist.
Dmitri Makhomet, geboren 1975, ist in Malye Azerki aufgewachsen und lebt heute in Frankreich und Belarus. Malye Azerki entstand als Abschlussarbeit am Studio National des Arts Contemporaine Le Fesnoy. 2004 war er Ateliergast im Künstlerhaus Boswil.
 
Traumgewalten
Oleg Tcherny und Erwin Michelberger. Deutschland 2006. 38' / D
Drei Männer und drei Frauen treffen sich zum Picknick, reden und streiten über Liebe, Träume, Glauben. Ängste. Alle leiden an sogenannten Tics, dem Tourette-Syndrom, einer neuropsychiatrischen Erkrankung, bei der es zu plötzlichen und oft heftigen Muskelzuckungen oder Lautäusserungen kommt. Sie leben ein normales Leben, haben Familie, Beruf. Doch ihre Krankheit erfordert ein Höchstmass an Sensibilität, Selbstkontrolle und Selbstreflexion. Eine Liebeserklärung an das Andersartige in uns selbst, vor dem wir uns fürchten. 
Oleg Tcherny, geboren 1971 in Minsk. Verschiedene Studien Kunstakademie in Düsseldorf, Tokio, Le Fesnoy. Assistenz im Film Beresina von Daniel Schmid.
Seine Filme waren an zahlreichen internationalen Filmfestivals, u.a. in Locarno, Rotterdam, New York. 
 
Aarau l So 6. September 2009 l 20:30 l Kino Freier Film
Solothurn l Di 12. Januar 2010 l 20:30 l Kino im Uferbau
Bern l Fr 29. Januar 2010 l 21:00 l Kino in der Reitschule

Allgemeines

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