Portrait Aargau

Bildung und Forschung

Wer sich bildet, formt sich. Wer forscht, formt die Zukunft.
Auf gute Bildungsangebote legt der Aargau seit seiner Gründung grossen Wert.
Paul Scherrer Institut und ein Schulkind am Schreiben
So entstand vor zweihundert Jahren die Kantonsschule Aarau als erstes Gymnasium der Schweiz, dessen Lehrer nicht dem geistlichen Stand angehörten. Diese Kantonsschule besuchte Albert Einstein, Vater der Relativitätstheorie und Nobelpreisträger.

Das Aargauer Schulsystem mit seinen Eigenheiten hat sich lange Zeit bewährt. Der Übergang von der Primarschule zur dreigliedrigen Sekundarstufe I erfolgt bereits nach dem fünften Schuljahr. Nach dem neunten Schuljahr schliessen Mittelschule (Kantonsschule) oder Berufsschule an. Der Aargau unterstützt jedoch die Bemühungen auf Bundesebene, einen einheitlichen Bildungsraum Schweiz zu schaffen. Er ist deshalb auch bereit, seine Schulstrukturen auf jene der übrigen Kantone abzustimmen und Tagesstrukturen zu schaffen.

Schulische Reformen stehen seit einigen Jahren prominent auf der politischen Agenda des Kantons. Im Kern geht es dabei immer um zwei Dinge: um die Anpassung des Lehrprogramms an die veränderten Qualifikationsbedürfnisse und um die bessere Förderung individueller Fähigkeiten. Überdies lösen teamorientierte Lernformen den vertrauten Frontalunterricht ab, entstehen Schülerparlamente und Elternräte, und es bilden sich professionelle Schulleitungen, welche die Milizorganisation Schulpflege entlasten.

Auch auf Hochschulstufe hat der Aargau einiges zu bieten. Zusammen mit den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn führt er die Fachhochschule Nordwestschweiz mit Sitz im aargauischen Brugg-Windisch mit über 8000 Studierenden. Ein wesentlicher Teil des umfassenden Angebots, das von Technik, Life Sciences und Wirtschaft über Kunst und Musik bis zu Pädagogik und Sozialer Arbeit reicht, wird auf einem Campus in Brugg-Windisch konzentriert. Der Aargau ist zudem Standort des Paul Scherrer Instituts (PSI), eines multidisziplinären Forschungsinstituts der ETH für Natur- und Ingenieurwissenschaften. Mit seinen 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es die grösste nationale Forschungseinrichtung – und weltweit eine der bedeutendsten.

Mit dem Aufbau des Swiss Nano Center der Universität Basel, an dem sich die Fachhochschule Nordwestschweiz und das PSI beteiligen, und mit dem Kompetenzzentrum für nachhaltige Energie und Mobilität am PSI unterstützt der Aargau nationale Forschungsschwerpunkte, die das Potenzial in Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung in der Nordwestschweiz bündeln.

Um den Wissens- und Technologietransfer von den Hochschulen in die Aargauer Wirtschaft zu fördern, unterstützt der Kanton die Gründung des Technoparks Aargau in Windisch. Eine ganze Reihe privater Forschungseinrichtungen, namentlich das ABB-Forschungslabor in Dättwil und das eng mit der FH Nordwestschweiz zusammenarbeitende Kunststoff-, Ausbildungs- und Technologiezentrum KATZ zeugen von der Innovationskraft des Kantons.


 
Portrait Prof. Dr. Crispino Bergamaschi

Portraits aus dem Aargau

Crispino Bergamaschi,
Präsident der Fachhochschule
Nordwestschweiz FHNW


Allgemeines

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